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2 mal 4 in 4 – Teamplay DSTM Zandvoort und DGTC Hockenheim ’79

Die Formel könnte ich gern noch weiter verlängern. Sie bedeutet nichts anderes als 2 mal hintereinander den 4. Platz in 4 Tagen. Die vergangenen Tage zähle ich wohl zu meinen Highlights 2012. Erst errang ich einen 4. Platz beim vorletzten Lauf der Teamplay DSTM in Zandvoort, um am darauffolgenden Mittwoch den ersten Veranstaltungstag der Simracing Deutschland DGTC mitzufahren und mich im Hauptrennen auf den eben selbigen Platz zu katapultieren.

Teamplay DSTM Lauf 11 – Zandvoort
Zandvoort Runde 1Auf die Teamplay DSTM ist natürlich nach wie vor mein Hauptaugenmerk gerichtet. Leider konnte ich zum genannten Rennen nicht allzu viel trainieren, wie ich es für gewöhnlich einplane. Nichts desto trotz wusste ich allerdings, dass meine Zeit für eine gute Platzierung unter den Top 10 reichen würde. Also ging ich gut motiviert in die Qualifikation und erreichte auch die 8. Position nach Ablauf der 20 Minuten. Da im Feld diesmal mehrere reale Piloten vorhanden waren, wäre eine Teilnehmer-bereinigte Reihenfolge sogar P6. Alles im Soll, also.

Das Rennen bot mir dann jedoch Spektakel ohne Ende. Während ich von Beginn bis Mitte der Saison mit meinen Starts zu kämpfen hatte und keine Platzverluste auf den ersten Metern schon bejubelt wurden, hat sich das Bild in den letzten Rennen deutlich gebessert. Was allerdings in Zandvoort klappte, erlebt man wohl nur selten. Durch einen super guten Start und optimales Ausnutzen der Drehzal vs. Gripaufbau, schaffte ich es tatsächlich in den wenigen Metern von Startplatz 8 bis Kurve 1 auf P2 (!!!) vorzupreschen. Hielt diese Position eine weitere Kurve durch und reihte mich dann auf P3 ein.

Mit dem Bewusstsein, die Zeiten der zwei vor mir fahrenden Fahrzeuge, aber auch einiger hinter mir platzierten Fahrer mitgehen zu können, stellte ich mich auf Position-Halten ein. Das gelang mir gute 3 oder 4 Runden (von 48), bis ich allmählich auf P6 durchgereicht wurde. Eine Position die durchaus gut ist und meinen aktuellen Leistungen entspricht. Viel mehr freute ich mich über die Platzierung meines Teamkollegen, Rene, der sich auf P3 vorgekämpft hatte und bei aktuellem Ausgang des Rennens, wir beide wunderbar das Teamergebnis in der Meisterschaft aufbessern würden. Bis zur Halbzeit des Rennens. Mit einem jähen Ende musste sich Rene technischen Problemen beugen und seine äußerst aussichtsreiche Podiumsposition aufgeben und sogar das Rennen beenden (leider ist bei einem Disconnect nichts anderes möglich).

Zandvoort ChaseMit einem weinenden und lachenden Auge befand ich mich nun auf P5 und im Inbegriff eine neue Saisonbestplatzierung einzufahren. Da ich genügend Abstand nach hinten (-15 Sekunden), aber auch hohen Rückstand auf den Vordermann genoss (+20 Sekunden), richtete ich mich im letzten Renndrittel auf meiner Position ein und versuchte alles, um das Fahrzeug um den Kurs und heil ins Ziel zu bringen. Die Dramatik nahm allerdings dramatisch zu, als sich Patrick Lumma (Realfahrer) erst eine Drive-Through einhandelte und schlussendlich sogar ausfiel. Da Patrick direkt vor mir lag, erbte ich somit unerwartet P4 und sah das Podium sogar in Nähe (wenn auch nicht greifbar). In den letzten Runden bemerkte ich meine besseren Reifen, indem ich die Rundenzeiten beobachtet, konnte auf P3 auch aufholen, aber den Abstand lediglich von gut 30 Sekunden auf 20 Sekunden drücken.

Der Abstand war hoch, aber auch erwartet. Da sich auf P2 David Jahn platzierte, bekam ich sogar die Meisterschaftspunkte des Drittplatzierten und konnte mich über mein bestes Saison- und Premiumserienergebnis erfreuen.

Mit den 22 Punkten, die ich für den dritten Platz bekam, konnte ich mich in der Fahrerwertung der Teamplay DSTM 2012 von Platz 11 auf Platz 8 vorschieben, liege mit +13 Zählern souverän in den Top 10 und habe eine gute Basis für eine abschließende Positionierung in den Top 10 gelegt.

Hier der Auszug aus der Fahrerwertung
7. – Rene Nospickel – 80 Punkte
8. – Peter Osburg – 72
9. – Peter Mannweiler – 68
10. – Sascha Glatter – 66
11. – Lars Kober – 59

In der Teamwertung liegen wir aktuell auf P5 mit -9 Punkte auf den Viertplatzierten und +36 auf den Verfolger. Damit ist es so gut wie sicher, dass wir P5 behalten werden, spannend wird sein, ob wir die 9 Punkte noch aufholen und somit P4 einfahren können.

DGTC – Hockenheim 1979
DGTC Hockenheim FightGestern stand der erste Veranstaltungstag der DGTC (Deutscher GT Cup) auf dem Hockenheimring mit dem Layout von 1979 auf dem Programm. Da der Cup als reines Funevent zu betrachten ist, liegt meinerseits hier natürlich kein Schwerpunkt drauf. Dass ich die Qualifikation mit P12 war zwar nicht geplant, da ich eine gute Sekunde von meiner Bestzeit entfernt blieb, stellte aber auch kein Weltuntergang dar. Ich motivierte mich damit, spannende Zweikämpfe führen und sagen zu können, in einem Feld mit David Jahn und Philipp Eng gefahren zu sein.

Die DGTC ist auf 2 Einzelrennen ausgelegt, ein kurzes Sprintrennen über 20 Minuten, für welches die Qualifikation die Startaufstellung bestimmt und ein Hauptrennen über 40 Minuten, welches durch die Zielankunft des Sprintrennens definiert wird, wobei die ersten Acht in umgedrehter Reihenfolge starten.
In der Tat schaffte ich es, mich im Sprintrennen von P12 auf P8 vorzukämpfen und somit die Pole Position für das Hauptrennen einzusacken. Unterwegs mit einem Ferrari F458 stellte ich schon im Warm-Up fest, dass das Auto lieber einen rollenden, als einen stehenden Start bevorzugte.

Gut möglich, dass auch ich es war, der sich nicht imstande sah, mit dem Auto gut vom Fleck zu kommen. Bestätigung sah ich auch direkt beim Start zum Hauptrennen, von P1 auf P7 ging es in nur gut 200m. Desaströs, aber wie gesagt, das Racing stand im Vordergrund. Souverän verbrachte ich dann allerdings den Großteil des Rennens auf P6 hinter Ulf Truschkat und vor Lars Kober. Lars war es dann auch, der mich zur Rennhalbzeit überholen konnte. 2 Runden später entschloss sich Ulf zu einem Fahrfehler, so dass ich an ihm vorbei kam.

DGTC CockpitGute Windschattenduelle ohne weitere Positionsänderungen folgten und brachten genau das, was ich mir vom Cup erhoffte: Spaß! In den letzten Rennrunden kam es dann zu einem Fehler 2er Fahrer aus den Top 4, den man nur selten sieht. Aufgrund einer falschen Berechnung der Spritmenge mussten beide Fahrer nahezu zeitgleich an die Box und nachtanken. Aufgrund des Zeitverlustes durch den jeweiligen Stopp, schob ich mich vorbei und somit auf P3 vor. Mit viel Adrenalin und Furcht vor überfallartigen Attacken Ulfs, ging ich somit in die letzte Runde. Tatsächlich unterlief mir bei dem Versuch so vorsichtig und formatfüllend wie möglich zu fahren ein Fehler 3 Runden vor Schluss. Eine nicht optimal erwischte Kurve reichte Ulf aus, an mir vorbei zu gehen und mit einem minimalen Vorsprung von gerade mal 0.187 Sekunden das Rennen auf P3 zu beenden.

Auch wenn etwas betrübt, freue ich mich natürlich auch hier über P4 und den noch viel mehr erlebten Spaß und Adrenalinschub an einem Mittwochabend. So kann es weitergehen. Ich freue mich auf die nächsten Rennen.

In der Fahrerwertung liege ich damit nach den ersten beiden Läufen auf P3. Was allerdings nichts zu bedeuten hat, da ich von 6 Veranstaltungen an 2 nicht teilnehmen kann.

Sommerpause und der Porsche Cup

PSX Porsche Cup 2012 - Peter OsburgGanz recht, momentan ist Sommerpause. Das heißt beim SimRacing Deutschland e.V., dass die Premiumserien ein paar Wochen Ruhen und dafür die sogenannte VROC stattfindet. VROC steht hierbei für Virtual Race of Champions und ist dieses Jahr gesponsert von Ring Police. Die ersten beiden Rennen fanden schon statt und am ersten habe ich sogar teilgenommen. Die Ausbeute war weniger gut, aber es geht ja auch rein um den Spaß.

Porsche Cup 2012 / II - Laufankündigung Nürburgring GPDoch anders, als im letzten Jahr, möchte ich mein Hauptaugenmerk gar nicht so sehr auf die Serie mit den unterschiedlichen Mods legen. Dieses Jahr haben wir uns bei RSSW motorsport überlegt, im Porsche Cup 2012 bei PSX-Racing einzusteigen. Da der Cup bis Ende des Jahres läuft, wird es zwangsläufig zu Überschneidungen mit der Teamplay DSTM kommen. Das wird allerdings nicht allzu tragisch ausfallen, da a) in der DSTM nur noch 2 Rennen anstehen und b) die Rennen bei PSX unter der Woche, also am Mittwoch stattfinden.

Ich freu mich wirklich sehr darauf, nicht zuletzt, weil ich den Porsche Mod wirklich sehr mag, sondern auch weil der Skin, den Andreas auf die Beine gestellt hat, einfach sensationell ausschaut. Wer möchte, kann schon am kommenden Mittwoch (ja, morgen) den Livestream anschalten und das erste Rennen auf dem Nürburgring live verfolgen. Los geht es um 20:30 Uhr, gefahren werden dabei 2 kurze Läufe. Ich rechne mir allerdings nicht sehr hohe Chancen aus und setze mir wie immer als Ziel, die Top 10 zu erreichen.
 

Teamplay DSTM – Lauf 9 – Brands Hatch

Da stand es nun an, das Rennen, auf das ich mich nach den ersten Trainingseinheiten stark freute, aufgrund der laufenden Fußball-EM aber kaum zum Trainieren kam. 54 Runden standen auf der Berg- und Talbahn Englands auf dem Programm.  Doch nicht einmal eine Rennrunde steht auf dem Auswertungszettel von gestern Abend.

Die Qualifikation zum 9. Lauf der Teamplay DSTM lief recht ordentlich, dass ich meine PB fahren würde, war aufgrund der geringen Trainingszeit auch nur logische Konsequenz. Dass ich allerdings auf P9 und vor meinem Teamkollegen landen würde, hatte ich dann doch nicht erwartet. Voller Motivation wollte ich nun also das Rennen angehen.

Die Startampel im Blick, verlief der Start an sich recht ordentlich. Bis Turn 1 konnte ich meine Position halten und war drauf und dran, am Kurvenausgang 2 Plätze gut machen zu können. Doch den eigentlichen Kurvenausgang hatte ich nicht mehr erleben dürfen. Mein Heck geriet aufgrund der noch niedrigen Reifentemparaturen und der startbedingten Rempler ins Rutschen. Das ausbrechende Heck konnte ich zwar wieder gut unter Kontrolle bringen, da aber mindestens 6 Fahrer noch an mir vorbei mussten, stellte ich mich schon darauf ein, einen Schlag ins Fahrzeug zu bekommen.

In dem Moment, als ich wieder Gas geben konnte und aus der Sache heil rauskommen könnte, passierte das Erwartete. Ein Einschlag in meine Seite. In Folge dessen rutschte ich in das Kiesbett, dass die Sicherheitszone zwischen Strecke und Streckenbegrenzung darstellte. Dieses Kiesbett hatte allerdings die hässliche Eigenart, das Fahrzeug nicht wiederhergeben zu wollen. Ich konnte also Gas geben wie ich wollte, der Motor lief schon heiß, das Auto allerdings bewegte sich keinen Meter.

Mein Rennen war also abermals nach nicht einmal einer Kurve beendet, nach Laguna Seca somit zweiten Mal. Tragischerweise konnte auch René dem Kiesbett nicht mehr entwischen, denn wie ich später erfuhr, war er durch meinen Ausritt dort ebenfalls hineingeraten. Unglücklicherweise nimmt unser Team also 0 Punkte aus dem verheißungsvollen Rennen mit und liegt in der Wertung der Teamplay DSTM nur noch auf Platz 5. In der Meisterschaft sind jetzt noch 3 Rennen zu fahren, direkt in 2 Wochen, am 15.07. steht der Lauf in Brno an.

Da kein Fußball mehr störend ablenken kann, sollte mir wieder mehr Trainingszeit gewiss sein.

Teamplay DSTM – Lauf 8 – Donington

DSTM 2012 Infight Donington

Nachdem ich Lauf 6 der Teamplay DSTM auf dem Norisring auf Platz 8 beendete und Lauf 7 in Assen pausieren musste, stand am vergangenen Samstag der 8. von 12 Läufen in Donington auf dem Programm. Um das Fazit vorweg zu nehmen, kann ich sagen, dass das Ergebnis besser aussieht, als mein Rennen lief. Aber wie immer, der Reihe nach.

Qualifikation

Die Qualifikation lief, mehr oder minder, wie erwartet. Das Qualifikationssetup lies mich sogar nochmal eine persönliche Bestzeit fahren, die mich nach 16 Runden in 25 Minuten auf Platz 9 beförderte. Interessantweise war der Rückstand auf P7 gerade mal 0.083 Sekunden. Da P9 innerhalb des selbstgesteckten Ziels lag, war ich dennoch durchaus zufrieden.

Rennen

Noch vor Rennstart musste ich eine Entscheidung treffen, von der ich mir bewusst war, dass sie sehr starken Einfluss haben wird, auf meinen Rennverlauf. Das Qualisetup war schnell, ging aber gehörig auf den Reifenverschleiß. Mein Rennsetup hingegen war langsamer, schonte aber die Reifen, um sie auf lange Distanz am Leben halten zu können. Da ich im Vorfeld nur wenig Zeit investierte, Longruns zu fahren, entschloss ich mich, die sichere Variante zu wählen. Womit ich allerdings nicht rechnete, dass ich mit dem Rennsetup gehörig hinter der Longrun-Bestzeit landen werde, und zwar im gesamten Rennverlauf.

Der Start verlief mittelmäßig, während ich einen Platz verlor, konnte ich gleichzeitig auch einen gewinnen, was in der Bilanz einem Nullsummenspiel entsprach. Nicht schlecht aber auch nicht besonders gut. Schnell setzte ich mich direkt hinter Lennart Kaiser, Markus Seufzer und Ralf Konka. Da ich den Anschluss keinesfalls verlieren wollte und die Zeiten auch durchaus mitgehen konnte, hielt ich mich lange im Windschatten meines Vordermanns auf und versuchte Druck aufzubauen.

Leider hatte ich nicht mit meinem eigenen Temparament gerechnet, dass mir einen Strich durch die Rechnung machen würde. Am Ende des ersten Sektors gab es einen sehr schnellen Rechtsknick, der auf der Innenseite durch einen Bumper gesichert gewesen ist. Diesen Bumper falsch erwischt, lässt das Heck des Fahrzeuges allerdings leicht ausbrechen, wodurch man Zeit und Anschluss verliert. Nimmt man ihn allerdings, wie ich, zu voll, so lässt sich das Fahrzeug nicht mehr halten und bricht aus. In Folge dessen verliert man natürlich gehörig an Zeit und auch massiv an Anschluss … Auf dem letzten Platz wieder eingereiht, versuchte ich also die Aufholjagd zu starten.

DSTM 2012 Donington SchikaneSukzessive arbeite ich mich nach vorn. Sicherlich oftmals auch bedingt durch Fehler meiner Konkurrenten. Nichts desto trotz musste ich mich erneut gegen Ligarivale Jens Wolf durchsetzen. Das lief nicht ganz reibungslos, so dass ich ihn in der Schikane leicht touchierte, was ihn in einen Dreher zwang. Das war nicht absichtlich, tat mir allerdings besonders leid, da ich schon in der letzten Saison einen Patzer gegen ihn eingestehen musste..

Mittlerweile auf P8 liegend flog von hinten Lennart Kaiser an. Den ich durchaus hätte halten können, aufgrund meines langsameren Setups aber doch zu unterlegen gewesen bin. Einen Zweikampf über 2 oder 3 Runden konnte ich ihm doch bieten, musste ihn aber schlussendlich ziehen lassen. Ich hatte nun also die Hälfte des Rennens Zeit, mich auf P9 einzurichten. Das “Gemütlich-Machen” gelang aber nur bedingt, da ich schnell bemerkte, dass Markus Seufzer, sonst eigentlich ein Fahrer, über dessen Pace ich mir keine Gedanken machen musste, meine Rundenzeiten mitging und teilweise sogar schneller fuhr, als ich.

Da ich jeden Platz, der innerhalb der Top 10 ist feiere, wollte ich natürlich keinesfalls P9 wieder abgeben. Machte mir aber Sorgen, als der Abstand schon auf 1.5 Sekunden geschrumpft war. Mein Glück war an der Stelle der anstehende letzte Boxenstopp. Den traten wir beide gleichzeitig an, muss an der Stelle aber meine Pitcrew danken, die mich etwas schneller wieder auf die Strecke beförderte. Ich konnte also Zeit gut machen, die Pace war nun auch stärker – immerhin fuhr ich meine persönliche schnellste Runde im letzten Stint – und ich konnte meinen Vorsprung auf 10 Sekunden ausbauen. Als die Reifen allerdings wieder nachließen, erschien das selbe Bild. Markus fuhr gute konstante Rundenzeiten die teilweise erneut schneller gewesen sind als meine. Dafür auf jeden Fall großen Respekt! Einen neuen Konkurrenten um Platz 10 kann ich zwar aktuell nicht gebrauchen, freue mich aber dennoch für ihn und auf kommende Duelle.

Um nochmal das Rennsetup zu verteufeln: Es war zu langsam, ich lag gute 1 Sekunde hinter meiner Qualizeit und eine halbe Sekunde hinter meine Longrun-Bestzeit. Die Reifen hielten dermaßen gut, dass sie zum Reifenwechsel der Zustand noch über 60% lag. Ich hätte also trotz des höheren Verschleißes ohne Probleme das Qualisetup auch im Rennen nutzen können und wäre sicherlich schlagkräftiger gegen die Konkurrenz vor mir gewesen. Ob allerdings eine bessere Platzierung rausgesprungen wäre, vermag ich nicht zu beurteilen. Ärgerlich war aber auch meine eigene Unkonzentriertheit, nicht nur, dass ich den Bumper überfahren habe, den ich in jedem Training erfolgreich ausließ, nein auch Schalt- und Beschleunigungsfehler brachten mich um bessere und konstantere Rundenzeiten.

Für den nächsten Lauf der Teamplay DSTM in Brands Hatch heißt es nun trainieren und an der Konstanz sowie Konzentration arbeiten!

Teamplay DSTM – Lauf 5 – Mexiko

Teamplay DSTM 2012 - Start MexikoEine absolut geniale Teamleistung konnte nicht mein eher sub-optimales Ergebnis verhindern. Im Vorfeld haben wir im Team wirklich viel trainiert und am Setup gebastelt, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.  Was Massimo und René sowohl in Quali, als auch Rennen durchaus gelang, ging bei mir ordentlich in die Hose. Doch eins nach dem anderem.

Qualifikation

Die Qualifikation lief ganz gut. In den ersten Runden haben wir uns geeinigt, dass jeder für sich Runden fährt und eine sichere Zeit hinlegt. Ich bin dabei leider knapp eine halbe Sekunde hinter meiner Zeit geblieben, lag aber gut auf Rang 12 bis dahin. Die letzten Minuten nutzten wir dann gemeinsam, uns gegenseitig Windschatten zu geben.

Die Strecke wies eine Besonderheit auf: Die sehr lange Start-Ziel Gerade. Sie ließ es zu, das Fahrzeug an seinen Topspeed heranzubringen und nur noch durch den Luftwiderstand eingebremst zu sein. Folglich konnte man im Windschatten einen Überschuss von 10km/h und sogar mehr erreichen. Dass sich das natürlich auch auf die Rundenzeiten auswirkt ist selbstverständlich.

Summa summarum sprang dadurch für Massimo P1, René P5 und für mich P9 heraus. Damit konnte ich durchaus zufrieden sein, auch wenn noch immer 1 Zehntel auf meine Bestzeit – ohne Windschatten – fehlte.

Rennen

Teamplay DSTM 2012 - Bump Draft Meier - MexikoVorweg, die Anfangsphase lief einfach katastrophal für mich. Nachdem die Signalgeber auf grün umsprangen, habe ich direkt verschlafen und bin P9 auf P16 zurückgefallen! Reihenweise fuhren die Konkurrenten an mir vorbei und ließen mich stehen wie ein Rentner mit Einkaufswagen.

Davon ließ ich mich allerdings nicht entmutigen, denn das Rennen sollte immerhin ganze 50 Runden lang sein. Der nächste Schreck folgte allerdings auf dem Fuße. Beim Anbremsen zur dritten Kurve, habe ich das Fahrzeug überbremst, mein Heck verloren und anstatt von der Strecke weg, mich direkt in den Verkehr gedreht. Folge daraus: 3 Abräumer, ein angeschlagenes Fahrzeug und P22.

Die Aufholjagd konnte beginnen … bis zum Meisterschaftskonkurrenten Arens, der auf P16 lag. Der meinte, mir das Leben schwer machen zu wollen, obwohl ich deutlich schneller unterwegs war. 1.5 Sekunden pro Runde sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Beim ersten Aufeinandertreffen in Runde 5, drehte ich mich Weg, verlor gute 4 Plätze und kämpfte mich bis in Runde 10 wieder auf ihn heran. Dann entstand erneut ein Windschattenduell mit ihm auf der bereits erwähnten Start-Ziel-Gerade. Mit Topspeed und durchgetretenem Gaspedal flogen wir Spiegel an Spiegel die nie enden wollende Fahrbahn entlang und gingen auf Augenhöhe in die erste Kurve. Da für mich natürlich die Kurve enger war, aufgrund der Innenseite zur Anfahrt, bremste ich eine Winzigkeit eher, als er. Was ihn aber nicht davon abhielt, direkt einen Einlenkpunkt zu wählen, der unter meinem Bodenblech lag.

Folge: Abschuss! Da in der Innenseite der Kurve ein Bumper platziert war, traf ich diesen seitlich, was das Auto aushebelte und mich auf dem Dach landen ließ. Ein astreiner Überschlag war die Folge. Da ich wieder auf den Füßen landete, konnte ich die Fahrt fortsetzen. Das Auto mittlerweile ordentlich verbeult, aber noch fahrtauglich, war es für mich natürlich unmöglich noch gute Rundenzeiten hinzulegen.

Beim dritten Aufeinandertreffen schien Michael Arens etwas Fairness walten zu lassen, indem er einen Fehler machte, von der Strecke rutschte und ich an ihm vorbeiziehen konnte … Jetzt ging mein Rennen mit indirekten Kämpfen los.

Teamplay DSTM 2012 - Osburg Zielkurve - MexikoDa ich auf einer 2-Stop unterwegs war, erkannte ich schnell meinen Vorteil gegenüber den 3-Stoppern. Jens Wolf und Karl-Heinz Kluth galt es für also zu schlagen. Beide auf P11 und 12 liegend, also die letzten beiden Punkteplätze belegend. Immer wieder direkte Scharmützel mit Kluth blieben im Bereich des akzeptablen und wir konnten uns über die Fahrweise einigen. Nach seinem dritten Stop, schaffte ich es, ihn hinter mir zu belassen und sogar P10 zu belegen. In Folge der weiteren Zweikämpfe machte ich allerdings einen Fehler, der sich 7 Runden vor Schluss auf einen Platztausch auswirkte.

Schlussendlich kam ich auf P11 ins Ziel, konnte noch 2 Punkte schnappen und hatte ob der mehr als schlechten Startphase zur Qualifikationsposition nur 2 Plätze verloren. Am grünen Tisch landete ich dann sogar noch auf Position 10 und bin meinem Ziel, die Top 10 zu erreichen treu geblieben.

In der Meisterschaftswertung sieht es nach 5 Läufen aber eher nicht nach Ziel-Erreichung aus. Mit 22 Punkten liege ich aktuell auf dem 12. Rang, habe aber nur 4 Punkte Rückstand auf den 10. In der Teamwertung liegen René und ich im Moment auf Rang 4 mit 87 Punkten und 12 Punkten Rückstand auf den dritten Platz. Unser Ziel ist hier also auch noch sehr gut in Reichweite.

Das nächste Rennen findet am 20.05. auf dem Norisring statt. Wir werden logischerweise wieder mit dem ganzen RSSW Team angreifen und rausholen, was rauszuholen geht. Die Motivation ist noch da, der aufgekommene Frust treibt mich nur an, noch mehr zu trainieren und bessere Platzierungen einzufahren.

Der komplette Stream vom Rennen ist auf Youtube verfügbar oder direkt hier anschaubar.

Teamplay DSTM 2012 – Lauf 4 – Laguna Seca

Die komplette Rennzusammenfassung zum vierten Lauf ist erschreckenderweise schnell geschrieben und auch genauso schnell gelesen. Das Unheil nahm schon in der Qualifikation seinen Lauf.

Qualifikation

Aufgrund einer After-Race Strafe aus Lauf 3 war ich dazu verdonnert, die gesamte Qualifikation aus der Box zu beobachten. Da ich damit das Schicksal von 5 anderen Fahrern teilte, wäre die WM-Wertung für mich ausschlaggebend, die Startposition nach den Quali-fahrern zu bestimmen. Platz 16 wäre es geworden und die Aussicht auf die Punkteplätze durchaus greifbar. Da ich aber mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, kam es bei mir in der Qualifikation zu einem Disconnect und folgerichtig die Strafversetzung auf den letzten Platz, da auch Thomas Meier betroffen war, erwischte ich den glorreichen vorletzten Platz für den Rennstart.

Rennen

Das Rennen allerdings erwies sich als das kürzeste meiner bisherigen Karriere. Zählt man die Einführungsrunde mit, kam ich auf eine Gesamtrundenanzahl von … 1 …

Die Strecke von Laguna Seca hat eine sehr lange Boxenausfahrt, die direkt parallel zur Ideallinie verläuft und nur durch Markierungen auf dem Asphalt von der eigentlichen Rennstrecke getrennt ist. Da aber Markierungen für einige Fahrer nicht ausreichen, wurden auch Poller aufgestellt. Diese waren allerdings nicht erwartungsgemäß aus Gummi, sondern aus Beton-Platin-Granit-Gummi.

Das Problem war also, dass ich von P22 ins Rennen gegangen bin, direkt ein paar Plätze gut machen konnte und dann auf die Bremse steigen musste. Dabei versetzte es das Auto leicht, was aber dazu führte, dass es direkt auf die angesprochenen Poller zusteuerte. Das nunmehr Unausweichliche trat ein und mein Fahrzeug wickelte sich mehrfach um den Begrenzungspfahl. In der Summe habe ich direkt im Rennen gerade mal 100m geschafft (Wenn es überhaupt so viele waren …).

Natürlich ging ich mit einer riesen Enttäuschung aus dem Renntag. Immerhin hat Teamkollege René Nospickel es geschafft, P2 einzufahren. Hätte ich also Punkte holen können, wäre P3 in der Teamwertung an uns gegangen. Aber ich lass den Kopf nicht hängen und das Training geht weiter. Nächster Lauf steht am kommenden Sonntag an und wird auf der für mich absolut unbekannten Strecke von Mexiko ausgetragen. Das bisherige Training verlief gut und ich erhoffe mir, ein paar Punkte einzufahren und vor allem die Schmach aus Laguna Seca wett zu machen.

Teamplay DSTM – Lauf 3

Valencia Fight mit Lars KoberEine Woche ist mittlerweile vergangen seit dem dritten Lauf der Teamplay DSTM Meisterschaft des SimRacing Deutschland e.V. Eine Woche seit einem höchst anstrengenden Rennen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Eine Woche, um das Rennen zu rekapitulieren und mit Abstand noch einmal zusammenzufassen.

Qualifikation

Die Qualifikation ging trotz 25 minütiger Länge relativ schnell über die Bühne. Große Hoffnung setzte ich darauf, mit der umgebauten Bremse deutlich in der Top 10 qualifiziert zu sein. Leider stellte sich noch während der vorher gehenden Trainingssession heraus, dass die Umstellung und Gewöhnung an das neue Bremsgefühl noch nicht abgeschlossen war. Deutlich machte das, dass ich immer wieder neue persönliche Bestzeiten setzen konnte. Die persönlich beste Zeit erlangte ich dann auch in der Qualifkation selber, stellte das Fahrzeug dennoch “nur” auf die 11. Position. Die Erwartung wurde zwar nicht erfüllt, aber die Zuversicht gewonnen, in den kommenden Rennen eine bessere Gewöhnung an Fahrzeug und Pedalerie gewinnen zu können. Auch die Aussicht auf ein Top 10 Rennergebnis war nach wie vor gegeben.

Rennen

Das Ziel war wieder klar: mindestens P10 einfahren, alles im einstelligen Bereich ist Zugabe. Der Start verlief wieder recht gut, nach den ersten Kurven konnte ich direkt 2 Positionen gut machen und führte dann einen langen Zweikampf gegen Lars Kober (erneut). Während ich es über 5 oder 6 Runden schaffte, ihnen meine Heckklappe sehen zu lassen, konnte er sich dann doch durch einen kleinen Verbremser meinerseits vorbeimogeln. Interessanterweise zog er dann auf einen Abstand von 2 bis 3 Sekunden weg, der dann konstant gehalten wurde. Erneut zeigte sich, dass meine Reifen etwas schneller abbauten, als die der Konkurrenz.

Valencia CurbIm weiteren Rennverlauf fuhr ich dann direkt und indirekt gegen Ulf Truschkat. Nach dem ersten Stop jedoch war es ein erneuter Zweikampf gegen Lars Kober, der den Auftakt zum zweiten Stint bildete. Da ich jedoch von Anbeginn hinter ihm war, zeichnete sich nur ab, dass ich ihm erneut über 5 Runden von hinten Druck machen konnte und er sich dann erneut absetzte. Im Verlauf des zweiten Stints ergab sich dann auch ein weiteres Vorankommen im Feld. Zwischenzeitlich auf P6 liegend, schob ich mich sogar an Teamkollege Rene Nospickel vorbei. Durch einen Zwischenfall mit einem zu überrundenden Fahrer kam allerdings Rene an mir vorbei und blieb konstant in einem Abstand von 1.5 bis 2 Sekunden.

So blieb es aber nur bis zum zweiten und letzten Boxenstop. Im dritten Stint zündete Rene seinen Turbo und fuhr mir bis auf einen Abstand von gut 13 Sekunden davon. Nach hinten hatte ich Luft von über 25 Sekunden. Bis zum Rennende sollte nicht mehr viel passieren. Die Positionen schienen besetzt und Platztäusche waren nicht mehr möglich. Bis zur vorletzten Runde. Rene lag komfortabel mit +4 Sekunden vor mir, seinerseits vor ihm platziert war Ulf Truschkat. Jener Fahrer vom Team DTMR bog allerdings überraschenderweise in die Box ab. 2 Runden vor Schluss kam ich somit von P9 noch auf P8 vor. Als Ulf aus der Box kam, hatte ich einen Vorsprung von gut 8 Sekunden auf ihn und es war klar, dass bei fehlerfreier Fahrt er den Abstand nicht genügend verringern könnte.

Fazit

Am Ende war es ein gutes Teamergebnis mit Rene Nospickel auf P7 und ich auf P8. Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, da ich ohne den Vorfall beim Überrunden einen Platz weiter vorn hätte stehen können. Wichtiger allerdings war das Fazit, dass ich am Ende schließen konnte. Mehr war nicht drin. Ich habe über das gesamte Rennen sehr viel Konzentration aufbringen müssen, da aufgrund der Streckencharakteristik und Setup das Auto mitunter recht unruhig lag. Alles in allem war ich hinterher fix und fertig und gleichzeitig froh, das Rennen hinter mich gebracht zu haben. Zufrieden bin ich auch mit einer relativ geringen Zahl an Fehlern, die mir unterlaufen sind. Alles in allem bin ich zuversichtlich für die kommenden Rennen.

Weiter geht es erst in 3 Wochen auf der Strecke von Laguna Seca. Sicherlich auch eine Strecke, die viel Konzentration benötigen wird.

A letter from Australia – G25 Brake Mod von GTEYE

A letter from AustraliaAm Donnerstag kam ein Brief … ein Brief aus Australien. Inhalt: Eine Feder, genauer gesagt eine “progressive coil spring”. Bestellt hatte ich sie über Ebay, Mitte Februar. Was ist an dieser Feder nun so besonders? Naja, ihr werdet es dem Titel entnommen haben, es handelt sich um eine Feder, die gegen die originale Feder des Bremspedals des Logitech G25 getauscht wird.

Progressiv bedeutet an der Stelle, dass der Kraftaufwand, um die Feder zusammen zu drücken, stärker wird, je mehr Weg zurück gelegt wurde. Die originale Feder hatte einen linearen Kraftaufwand. Im Wesentlichen bedeutet es, dass man sich das Bremsverhalten mittels des nötigen Kraftaufwandes, nicht aufgrund des zurückgelegten Weges durch den Fuß merken muss. Aus psychologischer Sicht ist es wohl so, dass sich der Körper das Verhalten durch die neue Feder wohl eher und besser einprägen kann.

Sei es drum, neben dem psychologisch, physiologischen Effekt ist natürlich eine Bremse, dessen Gegendruck stärker wird, je weiter ich sie durchdrücke, realistischer, als das Originalverhalten der Pedalerie.

Der Umbau war schnell erledigt. Ungefähr eine halbe Stunde hat es gedauert, die Pedalaufsätze abzumontieren, die Schrauben zu lösen, das Gehäuse zu öffnen, die Feder auszutauschen und alles wieder zusammen zu setzen. Es ist keine Schraube übrig geblieben, das Gaspedal wirkt noch immer als Gaspedal, Kupplung als Kupplung und die Bremse ist nun nicht nur realistischer, sondern auch stärker!

Ob der Umbau schnellere Rundenzeiten zulässt, kann ich noch nicht sagen. Dass es sich besser anfühlt ist gewiss. Einziger Wehrmutstropfen: Für eine Renndistanz werde ich wohl nicht mehr drum herum kommen, Schuhe anzuziehen. Die Kraft, die von Fuß und Bein ausgehen muss ist nicht zu vernachlässigen. Was vorher nur mit Socken ging, fordert nun wohl Rennschuhe.

Am Ende mal wieder ein paar Fakten: Die Feder hat mich ca. 25 Euro gekostet, bestellen lässt sie sich nur über Ebay. Der Versand erfolgt aus Australien und benötigt daher natürlich deutlich mehr, als nur 2 Tage.

Fazit: Ich bin zufrieden! Ich habe lange überlegt, die Pedalen zu wechseln und gegen solche zu tauschen, bei denen die Bremse mit LoadCell ausgestattet ist. Das Vorhaben kann ich nun getrost ad acta legen und die Zufriedenheit mit meinem Custom-G25 ist wieder deutlich gestiegen.

Zum Schluss noch ein paar Bilder vom Umbau, sonst glaubt mir das am Ende keiner.

Teamplay DSTM 2012 – Lauf 2

Teamgarage - P. Osburg & R. NospickelFür den zweiten Veranstaltungstag der Teamplay DSTM ging es auf die Strecke von Jerez nach Spanien. Diverse Änderungen an den Controller-Einstellungen sinnten mich frohen Mutes, eine bessere Platzierung, als beim ersten Lauf zu erreichen.

Auch in Vorbereitung auf Jerez muss man die Zusammenarbeit im Team erneut loben. Es profitieren wirklich alle Fahrer RSSW’s von der genialen Teamarbeit. Sei es im Bereich Linienfindung oder ausarbeiten eines sehr guten Setups.

Qualifikation

Nachdem ich über 400 Trainingsrunden auf dem Kurs drehen konnte, ging ich also erwartungsfroh in die Qualifikation. Während ich in den ersten Runden noch ein wenig mit mir selbst, glücklicherweise aber nicht so viel mit dem Verkehr haderte, schaffte ich es in den letzten 5 Minuten sogar, eine neue persönliche Bestzeit zu setzen. Erschreckenderweise genügte die allerdings “nur” für einen 11. Platz (von 26 Fahrern) . Direkt hinter mich platzierte sich mein Teamkollege Rene. Massimo, ein weiterer RSSWler schaffte es sogar, sich Platz 3 für den Rennstart zu sichern.

Rennen

Wie immer ist der Rennstart stürmisch … Ich schaffte es, relativ gut loszufahren und konnte mich nach der ersten Kurve immerhin auf P7 wiederfinden. Lange Zeit fuhr ich hinter der Konkurrenz von DTMR, hätte schneller gekonnt, konnte aber aufgrund der Streckencharakteristik nicht überholen. Ich ließ es dann ruhiger angehen, um die Reifen nicht zu stark zu belasten, immerhin war das Rennen lang. Durch diversen Fehlern / Ausfällen schaffte ich es sogar, mich vor dem ersten Pitstop auf P6 festzusetzen.

Ralf Konka vs. Peter OsburgDer ersten Stopp verlief auch recht gut, setzte mich bei der Ausfahrt direkt hinter die Fahrer Jens Haase und Lennart Kaiser. Ich musste schnell an beiden vorbei finden, um den Anschluss nicht zu verlieren, immerhin waren beide noch auf alten Reifen unterwegs. Das klappte recht gut und direkt hinter Rene ging es dann auf den Mittelstint.

Leider war meine Konzentration nicht hoch genug, so kam es zum Dreher, der mich auf P9 zurückwarf. Nahezu gleiche Rundenzeiten hinter Marc Schulz und Ulf Truschkat ließen kein Vorankommen in Sachen Platzierungen zu. Unglücklicherweise vergaß ich für den zweiten Boxenstopp die Crew zu ordern, dass sie nicht das Fahrzeug reparieren sollten. Das führte dazu, dass ich anstatt reguläre 9 Sekunden, ganze 27 Sekunden “absitzen” musste.

P9 ließ sich zwar halten, aber direkt im Nacken war Lars Kober, ein sehr guter und schneller Fahrer. Mehrere Runden lang musste ich mich gegen seine Angriffe wehren, was mir erfolgreich gelang. Als dann die Reifen begannen abzubauen, kam ich an Ralf Konka vorbei und somit auf P8 und konnte schlussendlich auch ein gutes Polster zu Lars herausfahren. Gute 10 Runden vor Schluss lag ich somit mit 7 Sekunden Vorsprung zu P9 und 13 Sekunden Rückstand zu P7. Ändern sollte sich das nicht mehr, da die Renn-Pace mittlerweile bei den Fahrern um mich herum nahezu gleich waren.

DSTM 2012 Jerez RaceFazit

Von P11 gestartet und auf P8 angekommen. Komplett im Soll. Im Grunde bin ich auch nicht unzufrieden, bedenkt man aber, dass ich mit mehr Konzentration durchaus P6 hätte halten können, ist doch ein gewisser Wehmut nicht wegzureden.

Teamplay DSTM 2012 – Akt 1

Teamplay DSTM 2012 LogoAm Sonntag war es so weit, die Premiumserie “Teamplay DSTM” des SimRacing Deutschland e.V. fand seinen Auftakt auf der Grand Prix Variante des Nürburgring. Für mich bedeutete es das erste Rennen in der wichtigen Preisgeldmeisterschaft. Eine Menge Training habe ich vorweg auf der Piste hinter mich gebracht und erst einen Tag vor dem Rennen tatsächlich den Durchbruch geschafft, von dem ich ausging, annehmbare Zeiten zu fahren. An der Stelle machte es sich extrem bemerkbar, im Team zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen. Dabei geht es nicht nur um Setup-Arbeit, sondern auch das Trainieren der korrekten Linie und sogar Controller-Einstellungen, die mir am Ende die meiste Zeit einbrachten. Der Zusammenhalt im RSSW Team ist einzigartig und bemerkenswert!

Die Qualifikation für das Rennen verlief akzeptabel. Meinem selbsterklärten Ziel, immer in die Top 10 zu fahren, musste ich nach 15 Minuten und mit P11 nicht vernachlässigen. Würde ich von meiner persönlichen Bestzeit ausgehen, wäre vielleicht noch ein Platz weiter vorn drin gewesen, aber für den Auftakt war ich zumindest nicht unzufrieden.

Das Rennen verlief an der Stelle dann eher ruhig ab. Während ich in den ersten Runden hinter meinem Teamkollegen Rene Nospickel lag, so war es lange Zeit P9, den ich inne hatte. Taktische Finesse bietet die Teamplay DSTM in diesem Jahr dadurch, dass jeder Fahrer zwei Pflicht-Boxenstops einlegen muss. Ich versuchte mit einem kurzen, einen längeren und einen kürzeren Stint Zeit gut zu machen. Musste mich allerdings den langsameren Rundenzeiten durch verschlissenere Reifen beugen. Am Ende steht P10 in der Wertung und das Wissen, dass P9 drin gewesen wäre, hätten die überrundeten Fahrer in der letzten Runde die blaue Flagge korrekt beachtet. Sei es drum, das Ziel ist erreicht und in den kommenden Rennen wird sich zeigen, ob ich die Ambitionen nach vorn erfüllen kann.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass das Niveau im Fahrerfeld stärker ist, als noch im letzten Jahr. Nicht unschuldig wird daran auch die veränderte Physik der Fahrzeuge sein. Gravierendste Änderung ist der Wechsel von Front- zu Heckantrieb, daran werden sich alle noch in den nächsten Rennen gewöhnen müssen.

Noch ein paar Zahlen am Ende: Von Qualifikationspositionierung zum Rennausgang liegt ein Unterschied von einer Position, in der Hotlapliste über alle Sessions und gesamter Zeit reichte meine PB zu P11, am Rennen nahmen 24 Fahrer teil, im gesamten Vorbereitungs- und Rennzeitraum habe ich 358 Runden zurückgelegt.

Der nächste Lauf findet im spanischen Jerez am 11.02.2012 an. Das Training läuft natürlich schon auf Hochtouren.