experienced Simracing

If you want to finish first, you have to finish first.

Teamplay DSTM – Lauf 5 – Mexiko

Teamplay DSTM 2012 - Start MexikoEine absolut geniale Teamleistung konnte nicht mein eher sub-optimales Ergebnis verhindern. Im Vorfeld haben wir im Team wirklich viel trainiert und am Setup gebastelt, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.  Was Massimo und René sowohl in Quali, als auch Rennen durchaus gelang, ging bei mir ordentlich in die Hose. Doch eins nach dem anderem.

Qualifikation

Die Qualifikation lief ganz gut. In den ersten Runden haben wir uns geeinigt, dass jeder für sich Runden fährt und eine sichere Zeit hinlegt. Ich bin dabei leider knapp eine halbe Sekunde hinter meiner Zeit geblieben, lag aber gut auf Rang 12 bis dahin. Die letzten Minuten nutzten wir dann gemeinsam, uns gegenseitig Windschatten zu geben.

Die Strecke wies eine Besonderheit auf: Die sehr lange Start-Ziel Gerade. Sie ließ es zu, das Fahrzeug an seinen Topspeed heranzubringen und nur noch durch den Luftwiderstand eingebremst zu sein. Folglich konnte man im Windschatten einen Überschuss von 10km/h und sogar mehr erreichen. Dass sich das natürlich auch auf die Rundenzeiten auswirkt ist selbstverständlich.

Summa summarum sprang dadurch für Massimo P1, René P5 und für mich P9 heraus. Damit konnte ich durchaus zufrieden sein, auch wenn noch immer 1 Zehntel auf meine Bestzeit – ohne Windschatten – fehlte.

Rennen

Teamplay DSTM 2012 - Bump Draft Meier - MexikoVorweg, die Anfangsphase lief einfach katastrophal für mich. Nachdem die Signalgeber auf grün umsprangen, habe ich direkt verschlafen und bin P9 auf P16 zurückgefallen! Reihenweise fuhren die Konkurrenten an mir vorbei und ließen mich stehen wie ein Rentner mit Einkaufswagen.

Davon ließ ich mich allerdings nicht entmutigen, denn das Rennen sollte immerhin ganze 50 Runden lang sein. Der nächste Schreck folgte allerdings auf dem Fuße. Beim Anbremsen zur dritten Kurve, habe ich das Fahrzeug überbremst, mein Heck verloren und anstatt von der Strecke weg, mich direkt in den Verkehr gedreht. Folge daraus: 3 Abräumer, ein angeschlagenes Fahrzeug und P22.

Die Aufholjagd konnte beginnen … bis zum Meisterschaftskonkurrenten Arens, der auf P16 lag. Der meinte, mir das Leben schwer machen zu wollen, obwohl ich deutlich schneller unterwegs war. 1.5 Sekunden pro Runde sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Beim ersten Aufeinandertreffen in Runde 5, drehte ich mich Weg, verlor gute 4 Plätze und kämpfte mich bis in Runde 10 wieder auf ihn heran. Dann entstand erneut ein Windschattenduell mit ihm auf der bereits erwähnten Start-Ziel-Gerade. Mit Topspeed und durchgetretenem Gaspedal flogen wir Spiegel an Spiegel die nie enden wollende Fahrbahn entlang und gingen auf Augenhöhe in die erste Kurve. Da für mich natürlich die Kurve enger war, aufgrund der Innenseite zur Anfahrt, bremste ich eine Winzigkeit eher, als er. Was ihn aber nicht davon abhielt, direkt einen Einlenkpunkt zu wählen, der unter meinem Bodenblech lag.

Folge: Abschuss! Da in der Innenseite der Kurve ein Bumper platziert war, traf ich diesen seitlich, was das Auto aushebelte und mich auf dem Dach landen ließ. Ein astreiner Überschlag war die Folge. Da ich wieder auf den Füßen landete, konnte ich die Fahrt fortsetzen. Das Auto mittlerweile ordentlich verbeult, aber noch fahrtauglich, war es für mich natürlich unmöglich noch gute Rundenzeiten hinzulegen.

Beim dritten Aufeinandertreffen schien Michael Arens etwas Fairness walten zu lassen, indem er einen Fehler machte, von der Strecke rutschte und ich an ihm vorbeiziehen konnte … Jetzt ging mein Rennen mit indirekten Kämpfen los.

Teamplay DSTM 2012 - Osburg Zielkurve - MexikoDa ich auf einer 2-Stop unterwegs war, erkannte ich schnell meinen Vorteil gegenüber den 3-Stoppern. Jens Wolf und Karl-Heinz Kluth galt es für also zu schlagen. Beide auf P11 und 12 liegend, also die letzten beiden Punkteplätze belegend. Immer wieder direkte Scharmützel mit Kluth blieben im Bereich des akzeptablen und wir konnten uns über die Fahrweise einigen. Nach seinem dritten Stop, schaffte ich es, ihn hinter mir zu belassen und sogar P10 zu belegen. In Folge der weiteren Zweikämpfe machte ich allerdings einen Fehler, der sich 7 Runden vor Schluss auf einen Platztausch auswirkte.

Schlussendlich kam ich auf P11 ins Ziel, konnte noch 2 Punkte schnappen und hatte ob der mehr als schlechten Startphase zur Qualifikationsposition nur 2 Plätze verloren. Am grünen Tisch landete ich dann sogar noch auf Position 10 und bin meinem Ziel, die Top 10 zu erreichen treu geblieben.

In der Meisterschaftswertung sieht es nach 5 Läufen aber eher nicht nach Ziel-Erreichung aus. Mit 22 Punkten liege ich aktuell auf dem 12. Rang, habe aber nur 4 Punkte Rückstand auf den 10. In der Teamwertung liegen René und ich im Moment auf Rang 4 mit 87 Punkten und 12 Punkten Rückstand auf den dritten Platz. Unser Ziel ist hier also auch noch sehr gut in Reichweite.

Das nächste Rennen findet am 20.05. auf dem Norisring statt. Wir werden logischerweise wieder mit dem ganzen RSSW Team angreifen und rausholen, was rauszuholen geht. Die Motivation ist noch da, der aufgekommene Frust treibt mich nur an, noch mehr zu trainieren und bessere Platzierungen einzufahren.

Der komplette Stream vom Rennen ist auf Youtube verfügbar oder direkt hier anschaubar.

Teamplay DSTM 2012 – Lauf 4 – Laguna Seca

Die komplette Rennzusammenfassung zum vierten Lauf ist erschreckenderweise schnell geschrieben und auch genauso schnell gelesen. Das Unheil nahm schon in der Qualifikation seinen Lauf.

Qualifikation

Aufgrund einer After-Race Strafe aus Lauf 3 war ich dazu verdonnert, die gesamte Qualifikation aus der Box zu beobachten. Da ich damit das Schicksal von 5 anderen Fahrern teilte, wäre die WM-Wertung für mich ausschlaggebend, die Startposition nach den Quali-fahrern zu bestimmen. Platz 16 wäre es geworden und die Aussicht auf die Punkteplätze durchaus greifbar. Da ich aber mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, kam es bei mir in der Qualifikation zu einem Disconnect und folgerichtig die Strafversetzung auf den letzten Platz, da auch Thomas Meier betroffen war, erwischte ich den glorreichen vorletzten Platz für den Rennstart.

Rennen

Das Rennen allerdings erwies sich als das kürzeste meiner bisherigen Karriere. Zählt man die Einführungsrunde mit, kam ich auf eine Gesamtrundenanzahl von … 1 …

Die Strecke von Laguna Seca hat eine sehr lange Boxenausfahrt, die direkt parallel zur Ideallinie verläuft und nur durch Markierungen auf dem Asphalt von der eigentlichen Rennstrecke getrennt ist. Da aber Markierungen für einige Fahrer nicht ausreichen, wurden auch Poller aufgestellt. Diese waren allerdings nicht erwartungsgemäß aus Gummi, sondern aus Beton-Platin-Granit-Gummi.

Das Problem war also, dass ich von P22 ins Rennen gegangen bin, direkt ein paar Plätze gut machen konnte und dann auf die Bremse steigen musste. Dabei versetzte es das Auto leicht, was aber dazu führte, dass es direkt auf die angesprochenen Poller zusteuerte. Das nunmehr Unausweichliche trat ein und mein Fahrzeug wickelte sich mehrfach um den Begrenzungspfahl. In der Summe habe ich direkt im Rennen gerade mal 100m geschafft (Wenn es überhaupt so viele waren …).

Natürlich ging ich mit einer riesen Enttäuschung aus dem Renntag. Immerhin hat Teamkollege René Nospickel es geschafft, P2 einzufahren. Hätte ich also Punkte holen können, wäre P3 in der Teamwertung an uns gegangen. Aber ich lass den Kopf nicht hängen und das Training geht weiter. Nächster Lauf steht am kommenden Sonntag an und wird auf der für mich absolut unbekannten Strecke von Mexiko ausgetragen. Das bisherige Training verlief gut und ich erhoffe mir, ein paar Punkte einzufahren und vor allem die Schmach aus Laguna Seca wett zu machen.

Teamplay DSTM – Lauf 3

Valencia Fight mit Lars KoberEine Woche ist mittlerweile vergangen seit dem dritten Lauf der Teamplay DSTM Meisterschaft des SimRacing Deutschland e.V. Eine Woche seit einem höchst anstrengenden Rennen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Eine Woche, um das Rennen zu rekapitulieren und mit Abstand noch einmal zusammenzufassen.

Qualifikation

Die Qualifikation ging trotz 25 minütiger Länge relativ schnell über die Bühne. Große Hoffnung setzte ich darauf, mit der umgebauten Bremse deutlich in der Top 10 qualifiziert zu sein. Leider stellte sich noch während der vorher gehenden Trainingssession heraus, dass die Umstellung und Gewöhnung an das neue Bremsgefühl noch nicht abgeschlossen war. Deutlich machte das, dass ich immer wieder neue persönliche Bestzeiten setzen konnte. Die persönlich beste Zeit erlangte ich dann auch in der Qualifkation selber, stellte das Fahrzeug dennoch “nur” auf die 11. Position. Die Erwartung wurde zwar nicht erfüllt, aber die Zuversicht gewonnen, in den kommenden Rennen eine bessere Gewöhnung an Fahrzeug und Pedalerie gewinnen zu können. Auch die Aussicht auf ein Top 10 Rennergebnis war nach wie vor gegeben.

Rennen

Das Ziel war wieder klar: mindestens P10 einfahren, alles im einstelligen Bereich ist Zugabe. Der Start verlief wieder recht gut, nach den ersten Kurven konnte ich direkt 2 Positionen gut machen und führte dann einen langen Zweikampf gegen Lars Kober (erneut). Während ich es über 5 oder 6 Runden schaffte, ihnen meine Heckklappe sehen zu lassen, konnte er sich dann doch durch einen kleinen Verbremser meinerseits vorbeimogeln. Interessanterweise zog er dann auf einen Abstand von 2 bis 3 Sekunden weg, der dann konstant gehalten wurde. Erneut zeigte sich, dass meine Reifen etwas schneller abbauten, als die der Konkurrenz.

Valencia CurbIm weiteren Rennverlauf fuhr ich dann direkt und indirekt gegen Ulf Truschkat. Nach dem ersten Stop jedoch war es ein erneuter Zweikampf gegen Lars Kober, der den Auftakt zum zweiten Stint bildete. Da ich jedoch von Anbeginn hinter ihm war, zeichnete sich nur ab, dass ich ihm erneut über 5 Runden von hinten Druck machen konnte und er sich dann erneut absetzte. Im Verlauf des zweiten Stints ergab sich dann auch ein weiteres Vorankommen im Feld. Zwischenzeitlich auf P6 liegend, schob ich mich sogar an Teamkollege Rene Nospickel vorbei. Durch einen Zwischenfall mit einem zu überrundenden Fahrer kam allerdings Rene an mir vorbei und blieb konstant in einem Abstand von 1.5 bis 2 Sekunden.

So blieb es aber nur bis zum zweiten und letzten Boxenstop. Im dritten Stint zündete Rene seinen Turbo und fuhr mir bis auf einen Abstand von gut 13 Sekunden davon. Nach hinten hatte ich Luft von über 25 Sekunden. Bis zum Rennende sollte nicht mehr viel passieren. Die Positionen schienen besetzt und Platztäusche waren nicht mehr möglich. Bis zur vorletzten Runde. Rene lag komfortabel mit +4 Sekunden vor mir, seinerseits vor ihm platziert war Ulf Truschkat. Jener Fahrer vom Team DTMR bog allerdings überraschenderweise in die Box ab. 2 Runden vor Schluss kam ich somit von P9 noch auf P8 vor. Als Ulf aus der Box kam, hatte ich einen Vorsprung von gut 8 Sekunden auf ihn und es war klar, dass bei fehlerfreier Fahrt er den Abstand nicht genügend verringern könnte.

Fazit

Am Ende war es ein gutes Teamergebnis mit Rene Nospickel auf P7 und ich auf P8. Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, da ich ohne den Vorfall beim Überrunden einen Platz weiter vorn hätte stehen können. Wichtiger allerdings war das Fazit, dass ich am Ende schließen konnte. Mehr war nicht drin. Ich habe über das gesamte Rennen sehr viel Konzentration aufbringen müssen, da aufgrund der Streckencharakteristik und Setup das Auto mitunter recht unruhig lag. Alles in allem war ich hinterher fix und fertig und gleichzeitig froh, das Rennen hinter mich gebracht zu haben. Zufrieden bin ich auch mit einer relativ geringen Zahl an Fehlern, die mir unterlaufen sind. Alles in allem bin ich zuversichtlich für die kommenden Rennen.

Weiter geht es erst in 3 Wochen auf der Strecke von Laguna Seca. Sicherlich auch eine Strecke, die viel Konzentration benötigen wird.

A letter from Australia – G25 Brake Mod von GTEYE

A letter from AustraliaAm Donnerstag kam ein Brief … ein Brief aus Australien. Inhalt: Eine Feder, genauer gesagt eine “progressive coil spring”. Bestellt hatte ich sie über Ebay, Mitte Februar. Was ist an dieser Feder nun so besonders? Naja, ihr werdet es dem Titel entnommen haben, es handelt sich um eine Feder, die gegen die originale Feder des Bremspedals des Logitech G25 getauscht wird.

Progressiv bedeutet an der Stelle, dass der Kraftaufwand, um die Feder zusammen zu drücken, stärker wird, je mehr Weg zurück gelegt wurde. Die originale Feder hatte einen linearen Kraftaufwand. Im Wesentlichen bedeutet es, dass man sich das Bremsverhalten mittels des nötigen Kraftaufwandes, nicht aufgrund des zurückgelegten Weges durch den Fuß merken muss. Aus psychologischer Sicht ist es wohl so, dass sich der Körper das Verhalten durch die neue Feder wohl eher und besser einprägen kann.

Sei es drum, neben dem psychologisch, physiologischen Effekt ist natürlich eine Bremse, dessen Gegendruck stärker wird, je weiter ich sie durchdrücke, realistischer, als das Originalverhalten der Pedalerie.

Der Umbau war schnell erledigt. Ungefähr eine halbe Stunde hat es gedauert, die Pedalaufsätze abzumontieren, die Schrauben zu lösen, das Gehäuse zu öffnen, die Feder auszutauschen und alles wieder zusammen zu setzen. Es ist keine Schraube übrig geblieben, das Gaspedal wirkt noch immer als Gaspedal, Kupplung als Kupplung und die Bremse ist nun nicht nur realistischer, sondern auch stärker!

Ob der Umbau schnellere Rundenzeiten zulässt, kann ich noch nicht sagen. Dass es sich besser anfühlt ist gewiss. Einziger Wehrmutstropfen: Für eine Renndistanz werde ich wohl nicht mehr drum herum kommen, Schuhe anzuziehen. Die Kraft, die von Fuß und Bein ausgehen muss ist nicht zu vernachlässigen. Was vorher nur mit Socken ging, fordert nun wohl Rennschuhe.

Am Ende mal wieder ein paar Fakten: Die Feder hat mich ca. 25 Euro gekostet, bestellen lässt sie sich nur über Ebay. Der Versand erfolgt aus Australien und benötigt daher natürlich deutlich mehr, als nur 2 Tage.

Fazit: Ich bin zufrieden! Ich habe lange überlegt, die Pedalen zu wechseln und gegen solche zu tauschen, bei denen die Bremse mit LoadCell ausgestattet ist. Das Vorhaben kann ich nun getrost ad acta legen und die Zufriedenheit mit meinem Custom-G25 ist wieder deutlich gestiegen.

Zum Schluss noch ein paar Bilder vom Umbau, sonst glaubt mir das am Ende keiner.

Teamplay DSTM 2012 – Lauf 2

Teamgarage - P. Osburg & R. NospickelFür den zweiten Veranstaltungstag der Teamplay DSTM ging es auf die Strecke von Jerez nach Spanien. Diverse Änderungen an den Controller-Einstellungen sinnten mich frohen Mutes, eine bessere Platzierung, als beim ersten Lauf zu erreichen.

Auch in Vorbereitung auf Jerez muss man die Zusammenarbeit im Team erneut loben. Es profitieren wirklich alle Fahrer RSSW’s von der genialen Teamarbeit. Sei es im Bereich Linienfindung oder ausarbeiten eines sehr guten Setups.

Qualifikation

Nachdem ich über 400 Trainingsrunden auf dem Kurs drehen konnte, ging ich also erwartungsfroh in die Qualifikation. Während ich in den ersten Runden noch ein wenig mit mir selbst, glücklicherweise aber nicht so viel mit dem Verkehr haderte, schaffte ich es in den letzten 5 Minuten sogar, eine neue persönliche Bestzeit zu setzen. Erschreckenderweise genügte die allerdings “nur” für einen 11. Platz (von 26 Fahrern) . Direkt hinter mich platzierte sich mein Teamkollege Rene. Massimo, ein weiterer RSSWler schaffte es sogar, sich Platz 3 für den Rennstart zu sichern.

Rennen

Wie immer ist der Rennstart stürmisch … Ich schaffte es, relativ gut loszufahren und konnte mich nach der ersten Kurve immerhin auf P7 wiederfinden. Lange Zeit fuhr ich hinter der Konkurrenz von DTMR, hätte schneller gekonnt, konnte aber aufgrund der Streckencharakteristik nicht überholen. Ich ließ es dann ruhiger angehen, um die Reifen nicht zu stark zu belasten, immerhin war das Rennen lang. Durch diversen Fehlern / Ausfällen schaffte ich es sogar, mich vor dem ersten Pitstop auf P6 festzusetzen.

Ralf Konka vs. Peter OsburgDer ersten Stopp verlief auch recht gut, setzte mich bei der Ausfahrt direkt hinter die Fahrer Jens Haase und Lennart Kaiser. Ich musste schnell an beiden vorbei finden, um den Anschluss nicht zu verlieren, immerhin waren beide noch auf alten Reifen unterwegs. Das klappte recht gut und direkt hinter Rene ging es dann auf den Mittelstint.

Leider war meine Konzentration nicht hoch genug, so kam es zum Dreher, der mich auf P9 zurückwarf. Nahezu gleiche Rundenzeiten hinter Marc Schulz und Ulf Truschkat ließen kein Vorankommen in Sachen Platzierungen zu. Unglücklicherweise vergaß ich für den zweiten Boxenstopp die Crew zu ordern, dass sie nicht das Fahrzeug reparieren sollten. Das führte dazu, dass ich anstatt reguläre 9 Sekunden, ganze 27 Sekunden “absitzen” musste.

P9 ließ sich zwar halten, aber direkt im Nacken war Lars Kober, ein sehr guter und schneller Fahrer. Mehrere Runden lang musste ich mich gegen seine Angriffe wehren, was mir erfolgreich gelang. Als dann die Reifen begannen abzubauen, kam ich an Ralf Konka vorbei und somit auf P8 und konnte schlussendlich auch ein gutes Polster zu Lars herausfahren. Gute 10 Runden vor Schluss lag ich somit mit 7 Sekunden Vorsprung zu P9 und 13 Sekunden Rückstand zu P7. Ändern sollte sich das nicht mehr, da die Renn-Pace mittlerweile bei den Fahrern um mich herum nahezu gleich waren.

DSTM 2012 Jerez RaceFazit

Von P11 gestartet und auf P8 angekommen. Komplett im Soll. Im Grunde bin ich auch nicht unzufrieden, bedenkt man aber, dass ich mit mehr Konzentration durchaus P6 hätte halten können, ist doch ein gewisser Wehmut nicht wegzureden.

Teamplay DSTM 2012 – Akt 1

Teamplay DSTM 2012 LogoAm Sonntag war es so weit, die Premiumserie “Teamplay DSTM” des SimRacing Deutschland e.V. fand seinen Auftakt auf der Grand Prix Variante des Nürburgring. Für mich bedeutete es das erste Rennen in der wichtigen Preisgeldmeisterschaft. Eine Menge Training habe ich vorweg auf der Piste hinter mich gebracht und erst einen Tag vor dem Rennen tatsächlich den Durchbruch geschafft, von dem ich ausging, annehmbare Zeiten zu fahren. An der Stelle machte es sich extrem bemerkbar, im Team zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen. Dabei geht es nicht nur um Setup-Arbeit, sondern auch das Trainieren der korrekten Linie und sogar Controller-Einstellungen, die mir am Ende die meiste Zeit einbrachten. Der Zusammenhalt im RSSW Team ist einzigartig und bemerkenswert!

Die Qualifikation für das Rennen verlief akzeptabel. Meinem selbsterklärten Ziel, immer in die Top 10 zu fahren, musste ich nach 15 Minuten und mit P11 nicht vernachlässigen. Würde ich von meiner persönlichen Bestzeit ausgehen, wäre vielleicht noch ein Platz weiter vorn drin gewesen, aber für den Auftakt war ich zumindest nicht unzufrieden.

Das Rennen verlief an der Stelle dann eher ruhig ab. Während ich in den ersten Runden hinter meinem Teamkollegen Rene Nospickel lag, so war es lange Zeit P9, den ich inne hatte. Taktische Finesse bietet die Teamplay DSTM in diesem Jahr dadurch, dass jeder Fahrer zwei Pflicht-Boxenstops einlegen muss. Ich versuchte mit einem kurzen, einen längeren und einen kürzeren Stint Zeit gut zu machen. Musste mich allerdings den langsameren Rundenzeiten durch verschlissenere Reifen beugen. Am Ende steht P10 in der Wertung und das Wissen, dass P9 drin gewesen wäre, hätten die überrundeten Fahrer in der letzten Runde die blaue Flagge korrekt beachtet. Sei es drum, das Ziel ist erreicht und in den kommenden Rennen wird sich zeigen, ob ich die Ambitionen nach vorn erfüllen kann.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass das Niveau im Fahrerfeld stärker ist, als noch im letzten Jahr. Nicht unschuldig wird daran auch die veränderte Physik der Fahrzeuge sein. Gravierendste Änderung ist der Wechsel von Front- zu Heckantrieb, daran werden sich alle noch in den nächsten Rennen gewöhnen müssen.

Noch ein paar Zahlen am Ende: Von Qualifikationspositionierung zum Rennausgang liegt ein Unterschied von einer Position, in der Hotlapliste über alle Sessions und gesamter Zeit reichte meine PB zu P11, am Rennen nahmen 24 Fahrer teil, im gesamten Vorbereitungs- und Rennzeitraum habe ich 358 Runden zurückgelegt.

Der nächste Lauf findet im spanischen Jerez am 11.02.2012 an. Das Training läuft natürlich schon auf Hochtouren.

Zweitausendundzwölf

PCC 2012 EinsatzfahrzeugDas Jahr ist noch nicht einmal 2 Monate alt, dennoch habe ich schon die erste Meisterschaft absolviert. Auf dem Programm stand der Porsche Carrera Cup beim SimRacing Deutschland e.V.Die Regeln waren die Gleichen, wie auch schon 2011. Das heißt, pro Rennabend gilt es zwei Läufe zu absolvieren: ein Sprintrennen über 15min und ein anschließendes Hauptrennen über 45min. Besonderheit ist dabei, dass die ersten Achtplatzierten des Sprintrennens in umgedrehter Reihenfolge in des Hauptrennen starten. Wie schon im letzten Jahr, fahre ich auch dieses Jahr für die Scuderia RSSW motorsport, im Porsche Cup somit an der Seite von 6 weiteren Teammitgliedern.

Der Auftakt verlief zufriedenstellend. Auf dem Lausitzring platzierte ich mich im Sprintrennen direkt auf P5, das Hauptrennen allerdings verlief nicht so gut, so dass ich auf P10 ankam. Der Anfang war gemacht und weiter ging es nach Spa, Oschersleben und Mugello. In Spa stand sogar ein vierter Rang auf dem Ergebniszettel. Höhepunkt allerdings war für mich der letzte Veranstaltungstag in Watkins Glen. Das Sprintrennen verlief zwar nach einem unverschuldeten Rückfall von P5 auf P21 ohne Punkteausbeute ab, die Chance im Hauptrennen nutze ich dafür umso intensiver. Mit einer unvergleichbaren Aufholjagd schaffte ich es von Startplatz 21 bis auf P4 vorzufahren. Eindeutig das beste Saisonergebnis.

Scuderia RSSW motorsport PCC 2012 LineupDer Porsche Carrera Cup 2012 bot aber noch zwei ganz besondere Höhepunkte für alle Teilnehmer: David Jahn und Robert Lukas, beides reale Porsche Cup Fahrer, bestritten zusammen mit uns virtuellen Fahrer mehrere Rennen. Die Motivation gegen reale Fahrer antreten zu können, gerade nach Aussagen wie “fährt sich wie ein realer Porsche”, war natürlich ungemein hoch. Die Rennfahrer-VIPs blieben ihren Erwartungen auch nicht hinterher, David Jahn fuhr in Spa zwei beachtliche zweite Plätze ein. Die Hoffnung ist groß, mit den sehr sympathischen Fahrern, oder auch mit anderen VIPs, in Zukunft weitere Rennen bestreiten zu dürfen.

Abschließend sollten ein paar statistische Werte nicht unerwähnt bleiben: P7 in der Meisterschaftswertung mit 74 Punkte (Platz 1 erreichte 189 Punkte) von insgesamt 33 eingetragenen Teilnehmern, die besten Platzierungen waren zwei vierte Plätze, schlechteste Platzierung war ein 21. Platz, wobei ich in allen Rennen die Zielflagge sah. Bei 2 von 10 Läufen standen keine Punkte auf dem Tableau.

Der PCC war für mich ein guter Einstand in die Saison 2012. Jetzt gilt es aber, sich auf die Premiumserie DSTM vorzubereiten. Mein Ziel für die mit Preisgeld dotierte Meisterschaft ist erneut, die Top 10 zu erreichen und zusammen mit Teamkollege Rene Nospickel einen dritten Platz in der Teamwertung einfahren zu können. Die Ziele sind forsch, aber nicht unerreichbar. Jetzt heißt es erstmal trainieren, trainieren, trainieren.

Auf eine weiterhin gute Saison 2012!

rFactor2 Beta startet

rFactorJa, es geht los. Doch noch vor Ablauf des Jahres 2011 stellt ISI einen Torrent bereit, der den gesamten Beta Content von rFactor2 enthält. Im offiziellen Forum von ISI findet sich folgender Thread, der auf folgende Seite zum Laden der Torrent Datei hinweist.

Deutlich wird dadurch auch, dass ISI extra für die Beta Phase ein eigenes Forum erstellt hat: Beta Forum. Jetzt heißt es testen und Eindrücke sammeln. Ich bin wirklich gespannt!

Update: Es bleibt zu erwähnen, dass das “Executable” also der ausführbare Teil um die Simulation zu starten, noch nicht an den Mann gebracht wird. Hoffentlich wird die aber sehr bald nachgeschoben.

Filmempfehlung: Senna – Genie, Draufgänger, Legende


Gestern kam ich in den Genuss, mir die BluRay mit dem oben genannten Titel anzuschauen und ich hab nur ein Wort, als Zusammenfassung der Doku über einen der größten Rennfahrer der 80er und 90er Jahres: Grandios!

Ich war wirklich restlos begeistert von den vielen Originalaufnahmen, der Onboardsichten, der sehr guten Erzählweise. Ich bin leider erst zur Formel 1 gestoßen, als das tragische Jahr für Senna einläutete. Aber seit jeher bin ich begeisterter Fan und verpasse nur sehr selten ein Rennen. Die Rivalität mit Prost, die Auseinandersetzungen mit Balestre, alles war mir bis dato nicht in dem Ausmaße bekannt.

Natürlich wird auch das Schicksalsjahr 1994 beleuchtet und natürlich ist es auch mit Melancholie belegt, aber es ist gut zu sehen, dass nicht auf die Tränendrüse gedrückt wird und doch eine würdige Dokumentation über Senna herauskommen kann.

Für mich ist der Film eine klare Kaufempfehlung für jeden Motorsportfan. Ich habe auch direkt die erweiterte Fassung geschaut, die auf der BluRay vorhanden ist, die nicht – wie auf der Packung erwähnt – 120 Minuten lang ist, sondern gute 2,5h läuft.

Fazit: Super gute Bilder und Kamera-einstellungen aus der damaligen Zeit mit einmaligen Sound, der perfekt über eine gute Anlage ins Wohnzimmer katapultiert wird. Eine klare Kaufempfehlung für Weihnachten.


Im Zuge meiner Empfehlung des Films möchte ich auch auf ein Buch hinweisen, dass schon im weit vorher mein Interesse geweckt hatte und welches ich förmlich verschlungen habe. Gerhard Bergers “Zielgerade” ein sehr gutes Buch, in der Berger über seine Formel Karriere spricht und rückblickend natürlich auch auf die Duelle und gemeinsame Zeit mit Senna und Schumacher eingeht. Dabei erfährt man auch viel über die Politik in der Formel 1 in den 80er und 90er, die man auch heute noch mitunter erleben kann.