experienced Simracing

If you want to finish first, you have to finish first.

Teamplay DSTM – Lauf 5 – Mexiko

Teamplay DSTM 2012 - Start MexikoEine absolut geniale Teamleistung konnte nicht mein eher sub-optimales Ergebnis verhindern. Im Vorfeld haben wir im Team wirklich viel trainiert und am Setup gebastelt, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.  Was Massimo und René sowohl in Quali, als auch Rennen durchaus gelang, ging bei mir ordentlich in die Hose. Doch eins nach dem anderem.

Qualifikation

Die Qualifikation lief ganz gut. In den ersten Runden haben wir uns geeinigt, dass jeder für sich Runden fährt und eine sichere Zeit hinlegt. Ich bin dabei leider knapp eine halbe Sekunde hinter meiner Zeit geblieben, lag aber gut auf Rang 12 bis dahin. Die letzten Minuten nutzten wir dann gemeinsam, uns gegenseitig Windschatten zu geben.

Die Strecke wies eine Besonderheit auf: Die sehr lange Start-Ziel Gerade. Sie ließ es zu, das Fahrzeug an seinen Topspeed heranzubringen und nur noch durch den Luftwiderstand eingebremst zu sein. Folglich konnte man im Windschatten einen Überschuss von 10km/h und sogar mehr erreichen. Dass sich das natürlich auch auf die Rundenzeiten auswirkt ist selbstverständlich.

Summa summarum sprang dadurch für Massimo P1, René P5 und für mich P9 heraus. Damit konnte ich durchaus zufrieden sein, auch wenn noch immer 1 Zehntel auf meine Bestzeit – ohne Windschatten – fehlte.

Rennen

Teamplay DSTM 2012 - Bump Draft Meier - MexikoVorweg, die Anfangsphase lief einfach katastrophal für mich. Nachdem die Signalgeber auf grün umsprangen, habe ich direkt verschlafen und bin P9 auf P16 zurückgefallen! Reihenweise fuhren die Konkurrenten an mir vorbei und ließen mich stehen wie ein Rentner mit Einkaufswagen.

Davon ließ ich mich allerdings nicht entmutigen, denn das Rennen sollte immerhin ganze 50 Runden lang sein. Der nächste Schreck folgte allerdings auf dem Fuße. Beim Anbremsen zur dritten Kurve, habe ich das Fahrzeug überbremst, mein Heck verloren und anstatt von der Strecke weg, mich direkt in den Verkehr gedreht. Folge daraus: 3 Abräumer, ein angeschlagenes Fahrzeug und P22.

Die Aufholjagd konnte beginnen … bis zum Meisterschaftskonkurrenten Arens, der auf P16 lag. Der meinte, mir das Leben schwer machen zu wollen, obwohl ich deutlich schneller unterwegs war. 1.5 Sekunden pro Runde sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Beim ersten Aufeinandertreffen in Runde 5, drehte ich mich Weg, verlor gute 4 Plätze und kämpfte mich bis in Runde 10 wieder auf ihn heran. Dann entstand erneut ein Windschattenduell mit ihm auf der bereits erwähnten Start-Ziel-Gerade. Mit Topspeed und durchgetretenem Gaspedal flogen wir Spiegel an Spiegel die nie enden wollende Fahrbahn entlang und gingen auf Augenhöhe in die erste Kurve. Da für mich natürlich die Kurve enger war, aufgrund der Innenseite zur Anfahrt, bremste ich eine Winzigkeit eher, als er. Was ihn aber nicht davon abhielt, direkt einen Einlenkpunkt zu wählen, der unter meinem Bodenblech lag.

Folge: Abschuss! Da in der Innenseite der Kurve ein Bumper platziert war, traf ich diesen seitlich, was das Auto aushebelte und mich auf dem Dach landen ließ. Ein astreiner Überschlag war die Folge. Da ich wieder auf den Füßen landete, konnte ich die Fahrt fortsetzen. Das Auto mittlerweile ordentlich verbeult, aber noch fahrtauglich, war es für mich natürlich unmöglich noch gute Rundenzeiten hinzulegen.

Beim dritten Aufeinandertreffen schien Michael Arens etwas Fairness walten zu lassen, indem er einen Fehler machte, von der Strecke rutschte und ich an ihm vorbeiziehen konnte … Jetzt ging mein Rennen mit indirekten Kämpfen los.

Teamplay DSTM 2012 - Osburg Zielkurve - MexikoDa ich auf einer 2-Stop unterwegs war, erkannte ich schnell meinen Vorteil gegenüber den 3-Stoppern. Jens Wolf und Karl-Heinz Kluth galt es für also zu schlagen. Beide auf P11 und 12 liegend, also die letzten beiden Punkteplätze belegend. Immer wieder direkte Scharmützel mit Kluth blieben im Bereich des akzeptablen und wir konnten uns über die Fahrweise einigen. Nach seinem dritten Stop, schaffte ich es, ihn hinter mir zu belassen und sogar P10 zu belegen. In Folge der weiteren Zweikämpfe machte ich allerdings einen Fehler, der sich 7 Runden vor Schluss auf einen Platztausch auswirkte.

Schlussendlich kam ich auf P11 ins Ziel, konnte noch 2 Punkte schnappen und hatte ob der mehr als schlechten Startphase zur Qualifikationsposition nur 2 Plätze verloren. Am grünen Tisch landete ich dann sogar noch auf Position 10 und bin meinem Ziel, die Top 10 zu erreichen treu geblieben.

In der Meisterschaftswertung sieht es nach 5 Läufen aber eher nicht nach Ziel-Erreichung aus. Mit 22 Punkten liege ich aktuell auf dem 12. Rang, habe aber nur 4 Punkte Rückstand auf den 10. In der Teamwertung liegen René und ich im Moment auf Rang 4 mit 87 Punkten und 12 Punkten Rückstand auf den dritten Platz. Unser Ziel ist hier also auch noch sehr gut in Reichweite.

Das nächste Rennen findet am 20.05. auf dem Norisring statt. Wir werden logischerweise wieder mit dem ganzen RSSW Team angreifen und rausholen, was rauszuholen geht. Die Motivation ist noch da, der aufgekommene Frust treibt mich nur an, noch mehr zu trainieren und bessere Platzierungen einzufahren.

Der komplette Stream vom Rennen ist auf Youtube verfügbar oder direkt hier anschaubar.

Teamplay DSTM – Lauf 3

Valencia Fight mit Lars KoberEine Woche ist mittlerweile vergangen seit dem dritten Lauf der Teamplay DSTM Meisterschaft des SimRacing Deutschland e.V. Eine Woche seit einem höchst anstrengenden Rennen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Eine Woche, um das Rennen zu rekapitulieren und mit Abstand noch einmal zusammenzufassen.

Qualifikation

Die Qualifikation ging trotz 25 minütiger Länge relativ schnell über die Bühne. Große Hoffnung setzte ich darauf, mit der umgebauten Bremse deutlich in der Top 10 qualifiziert zu sein. Leider stellte sich noch während der vorher gehenden Trainingssession heraus, dass die Umstellung und Gewöhnung an das neue Bremsgefühl noch nicht abgeschlossen war. Deutlich machte das, dass ich immer wieder neue persönliche Bestzeiten setzen konnte. Die persönlich beste Zeit erlangte ich dann auch in der Qualifkation selber, stellte das Fahrzeug dennoch “nur” auf die 11. Position. Die Erwartung wurde zwar nicht erfüllt, aber die Zuversicht gewonnen, in den kommenden Rennen eine bessere Gewöhnung an Fahrzeug und Pedalerie gewinnen zu können. Auch die Aussicht auf ein Top 10 Rennergebnis war nach wie vor gegeben.

Rennen

Das Ziel war wieder klar: mindestens P10 einfahren, alles im einstelligen Bereich ist Zugabe. Der Start verlief wieder recht gut, nach den ersten Kurven konnte ich direkt 2 Positionen gut machen und führte dann einen langen Zweikampf gegen Lars Kober (erneut). Während ich es über 5 oder 6 Runden schaffte, ihnen meine Heckklappe sehen zu lassen, konnte er sich dann doch durch einen kleinen Verbremser meinerseits vorbeimogeln. Interessanterweise zog er dann auf einen Abstand von 2 bis 3 Sekunden weg, der dann konstant gehalten wurde. Erneut zeigte sich, dass meine Reifen etwas schneller abbauten, als die der Konkurrenz.

Valencia CurbIm weiteren Rennverlauf fuhr ich dann direkt und indirekt gegen Ulf Truschkat. Nach dem ersten Stop jedoch war es ein erneuter Zweikampf gegen Lars Kober, der den Auftakt zum zweiten Stint bildete. Da ich jedoch von Anbeginn hinter ihm war, zeichnete sich nur ab, dass ich ihm erneut über 5 Runden von hinten Druck machen konnte und er sich dann erneut absetzte. Im Verlauf des zweiten Stints ergab sich dann auch ein weiteres Vorankommen im Feld. Zwischenzeitlich auf P6 liegend, schob ich mich sogar an Teamkollege Rene Nospickel vorbei. Durch einen Zwischenfall mit einem zu überrundenden Fahrer kam allerdings Rene an mir vorbei und blieb konstant in einem Abstand von 1.5 bis 2 Sekunden.

So blieb es aber nur bis zum zweiten und letzten Boxenstop. Im dritten Stint zündete Rene seinen Turbo und fuhr mir bis auf einen Abstand von gut 13 Sekunden davon. Nach hinten hatte ich Luft von über 25 Sekunden. Bis zum Rennende sollte nicht mehr viel passieren. Die Positionen schienen besetzt und Platztäusche waren nicht mehr möglich. Bis zur vorletzten Runde. Rene lag komfortabel mit +4 Sekunden vor mir, seinerseits vor ihm platziert war Ulf Truschkat. Jener Fahrer vom Team DTMR bog allerdings überraschenderweise in die Box ab. 2 Runden vor Schluss kam ich somit von P9 noch auf P8 vor. Als Ulf aus der Box kam, hatte ich einen Vorsprung von gut 8 Sekunden auf ihn und es war klar, dass bei fehlerfreier Fahrt er den Abstand nicht genügend verringern könnte.

Fazit

Am Ende war es ein gutes Teamergebnis mit Rene Nospickel auf P7 und ich auf P8. Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, da ich ohne den Vorfall beim Überrunden einen Platz weiter vorn hätte stehen können. Wichtiger allerdings war das Fazit, dass ich am Ende schließen konnte. Mehr war nicht drin. Ich habe über das gesamte Rennen sehr viel Konzentration aufbringen müssen, da aufgrund der Streckencharakteristik und Setup das Auto mitunter recht unruhig lag. Alles in allem war ich hinterher fix und fertig und gleichzeitig froh, das Rennen hinter mich gebracht zu haben. Zufrieden bin ich auch mit einer relativ geringen Zahl an Fehlern, die mir unterlaufen sind. Alles in allem bin ich zuversichtlich für die kommenden Rennen.

Weiter geht es erst in 3 Wochen auf der Strecke von Laguna Seca. Sicherlich auch eine Strecke, die viel Konzentration benötigen wird.

Teamplay DSTM 2012 – Lauf 2

Teamgarage - P. Osburg & R. NospickelFür den zweiten Veranstaltungstag der Teamplay DSTM ging es auf die Strecke von Jerez nach Spanien. Diverse Änderungen an den Controller-Einstellungen sinnten mich frohen Mutes, eine bessere Platzierung, als beim ersten Lauf zu erreichen.

Auch in Vorbereitung auf Jerez muss man die Zusammenarbeit im Team erneut loben. Es profitieren wirklich alle Fahrer RSSW’s von der genialen Teamarbeit. Sei es im Bereich Linienfindung oder ausarbeiten eines sehr guten Setups.

Qualifikation

Nachdem ich über 400 Trainingsrunden auf dem Kurs drehen konnte, ging ich also erwartungsfroh in die Qualifikation. Während ich in den ersten Runden noch ein wenig mit mir selbst, glücklicherweise aber nicht so viel mit dem Verkehr haderte, schaffte ich es in den letzten 5 Minuten sogar, eine neue persönliche Bestzeit zu setzen. Erschreckenderweise genügte die allerdings “nur” für einen 11. Platz (von 26 Fahrern) . Direkt hinter mich platzierte sich mein Teamkollege Rene. Massimo, ein weiterer RSSWler schaffte es sogar, sich Platz 3 für den Rennstart zu sichern.

Rennen

Wie immer ist der Rennstart stürmisch … Ich schaffte es, relativ gut loszufahren und konnte mich nach der ersten Kurve immerhin auf P7 wiederfinden. Lange Zeit fuhr ich hinter der Konkurrenz von DTMR, hätte schneller gekonnt, konnte aber aufgrund der Streckencharakteristik nicht überholen. Ich ließ es dann ruhiger angehen, um die Reifen nicht zu stark zu belasten, immerhin war das Rennen lang. Durch diversen Fehlern / Ausfällen schaffte ich es sogar, mich vor dem ersten Pitstop auf P6 festzusetzen.

Ralf Konka vs. Peter OsburgDer ersten Stopp verlief auch recht gut, setzte mich bei der Ausfahrt direkt hinter die Fahrer Jens Haase und Lennart Kaiser. Ich musste schnell an beiden vorbei finden, um den Anschluss nicht zu verlieren, immerhin waren beide noch auf alten Reifen unterwegs. Das klappte recht gut und direkt hinter Rene ging es dann auf den Mittelstint.

Leider war meine Konzentration nicht hoch genug, so kam es zum Dreher, der mich auf P9 zurückwarf. Nahezu gleiche Rundenzeiten hinter Marc Schulz und Ulf Truschkat ließen kein Vorankommen in Sachen Platzierungen zu. Unglücklicherweise vergaß ich für den zweiten Boxenstopp die Crew zu ordern, dass sie nicht das Fahrzeug reparieren sollten. Das führte dazu, dass ich anstatt reguläre 9 Sekunden, ganze 27 Sekunden “absitzen” musste.

P9 ließ sich zwar halten, aber direkt im Nacken war Lars Kober, ein sehr guter und schneller Fahrer. Mehrere Runden lang musste ich mich gegen seine Angriffe wehren, was mir erfolgreich gelang. Als dann die Reifen begannen abzubauen, kam ich an Ralf Konka vorbei und somit auf P8 und konnte schlussendlich auch ein gutes Polster zu Lars herausfahren. Gute 10 Runden vor Schluss lag ich somit mit 7 Sekunden Vorsprung zu P9 und 13 Sekunden Rückstand zu P7. Ändern sollte sich das nicht mehr, da die Renn-Pace mittlerweile bei den Fahrern um mich herum nahezu gleich waren.

DSTM 2012 Jerez RaceFazit

Von P11 gestartet und auf P8 angekommen. Komplett im Soll. Im Grunde bin ich auch nicht unzufrieden, bedenkt man aber, dass ich mit mehr Konzentration durchaus P6 hätte halten können, ist doch ein gewisser Wehmut nicht wegzureden.

Teamplay DSTM 2012 – Akt 1

Teamplay DSTM 2012 LogoAm Sonntag war es so weit, die Premiumserie “Teamplay DSTM” des SimRacing Deutschland e.V. fand seinen Auftakt auf der Grand Prix Variante des Nürburgring. Für mich bedeutete es das erste Rennen in der wichtigen Preisgeldmeisterschaft. Eine Menge Training habe ich vorweg auf der Piste hinter mich gebracht und erst einen Tag vor dem Rennen tatsächlich den Durchbruch geschafft, von dem ich ausging, annehmbare Zeiten zu fahren. An der Stelle machte es sich extrem bemerkbar, im Team zu trainieren und Erfahrungen auszutauschen. Dabei geht es nicht nur um Setup-Arbeit, sondern auch das Trainieren der korrekten Linie und sogar Controller-Einstellungen, die mir am Ende die meiste Zeit einbrachten. Der Zusammenhalt im RSSW Team ist einzigartig und bemerkenswert!

Die Qualifikation für das Rennen verlief akzeptabel. Meinem selbsterklärten Ziel, immer in die Top 10 zu fahren, musste ich nach 15 Minuten und mit P11 nicht vernachlässigen. Würde ich von meiner persönlichen Bestzeit ausgehen, wäre vielleicht noch ein Platz weiter vorn drin gewesen, aber für den Auftakt war ich zumindest nicht unzufrieden.

Das Rennen verlief an der Stelle dann eher ruhig ab. Während ich in den ersten Runden hinter meinem Teamkollegen Rene Nospickel lag, so war es lange Zeit P9, den ich inne hatte. Taktische Finesse bietet die Teamplay DSTM in diesem Jahr dadurch, dass jeder Fahrer zwei Pflicht-Boxenstops einlegen muss. Ich versuchte mit einem kurzen, einen längeren und einen kürzeren Stint Zeit gut zu machen. Musste mich allerdings den langsameren Rundenzeiten durch verschlissenere Reifen beugen. Am Ende steht P10 in der Wertung und das Wissen, dass P9 drin gewesen wäre, hätten die überrundeten Fahrer in der letzten Runde die blaue Flagge korrekt beachtet. Sei es drum, das Ziel ist erreicht und in den kommenden Rennen wird sich zeigen, ob ich die Ambitionen nach vorn erfüllen kann.

Alles in allem bleibt zu sagen, dass das Niveau im Fahrerfeld stärker ist, als noch im letzten Jahr. Nicht unschuldig wird daran auch die veränderte Physik der Fahrzeuge sein. Gravierendste Änderung ist der Wechsel von Front- zu Heckantrieb, daran werden sich alle noch in den nächsten Rennen gewöhnen müssen.

Noch ein paar Zahlen am Ende: Von Qualifikationspositionierung zum Rennausgang liegt ein Unterschied von einer Position, in der Hotlapliste über alle Sessions und gesamter Zeit reichte meine PB zu P11, am Rennen nahmen 24 Fahrer teil, im gesamten Vorbereitungs- und Rennzeitraum habe ich 358 Runden zurückgelegt.

Der nächste Lauf findet im spanischen Jerez am 11.02.2012 an. Das Training läuft natürlich schon auf Hochtouren.

Zweitausendundzwölf

PCC 2012 EinsatzfahrzeugDas Jahr ist noch nicht einmal 2 Monate alt, dennoch habe ich schon die erste Meisterschaft absolviert. Auf dem Programm stand der Porsche Carrera Cup beim SimRacing Deutschland e.V.Die Regeln waren die Gleichen, wie auch schon 2011. Das heißt, pro Rennabend gilt es zwei Läufe zu absolvieren: ein Sprintrennen über 15min und ein anschließendes Hauptrennen über 45min. Besonderheit ist dabei, dass die ersten Achtplatzierten des Sprintrennens in umgedrehter Reihenfolge in des Hauptrennen starten. Wie schon im letzten Jahr, fahre ich auch dieses Jahr für die Scuderia RSSW motorsport, im Porsche Cup somit an der Seite von 6 weiteren Teammitgliedern.

Der Auftakt verlief zufriedenstellend. Auf dem Lausitzring platzierte ich mich im Sprintrennen direkt auf P5, das Hauptrennen allerdings verlief nicht so gut, so dass ich auf P10 ankam. Der Anfang war gemacht und weiter ging es nach Spa, Oschersleben und Mugello. In Spa stand sogar ein vierter Rang auf dem Ergebniszettel. Höhepunkt allerdings war für mich der letzte Veranstaltungstag in Watkins Glen. Das Sprintrennen verlief zwar nach einem unverschuldeten Rückfall von P5 auf P21 ohne Punkteausbeute ab, die Chance im Hauptrennen nutze ich dafür umso intensiver. Mit einer unvergleichbaren Aufholjagd schaffte ich es von Startplatz 21 bis auf P4 vorzufahren. Eindeutig das beste Saisonergebnis.

Scuderia RSSW motorsport PCC 2012 LineupDer Porsche Carrera Cup 2012 bot aber noch zwei ganz besondere Höhepunkte für alle Teilnehmer: David Jahn und Robert Lukas, beides reale Porsche Cup Fahrer, bestritten zusammen mit uns virtuellen Fahrer mehrere Rennen. Die Motivation gegen reale Fahrer antreten zu können, gerade nach Aussagen wie “fährt sich wie ein realer Porsche”, war natürlich ungemein hoch. Die Rennfahrer-VIPs blieben ihren Erwartungen auch nicht hinterher, David Jahn fuhr in Spa zwei beachtliche zweite Plätze ein. Die Hoffnung ist groß, mit den sehr sympathischen Fahrern, oder auch mit anderen VIPs, in Zukunft weitere Rennen bestreiten zu dürfen.

Abschließend sollten ein paar statistische Werte nicht unerwähnt bleiben: P7 in der Meisterschaftswertung mit 74 Punkte (Platz 1 erreichte 189 Punkte) von insgesamt 33 eingetragenen Teilnehmern, die besten Platzierungen waren zwei vierte Plätze, schlechteste Platzierung war ein 21. Platz, wobei ich in allen Rennen die Zielflagge sah. Bei 2 von 10 Läufen standen keine Punkte auf dem Tableau.

Der PCC war für mich ein guter Einstand in die Saison 2012. Jetzt gilt es aber, sich auf die Premiumserie DSTM vorzubereiten. Mein Ziel für die mit Preisgeld dotierte Meisterschaft ist erneut, die Top 10 zu erreichen und zusammen mit Teamkollege Rene Nospickel einen dritten Platz in der Teamwertung einfahren zu können. Die Ziele sind forsch, aber nicht unerreichbar. Jetzt heißt es erstmal trainieren, trainieren, trainieren.

Auf eine weiterhin gute Saison 2012!

Saison 2011 ein Fazit

Da ist sie nun ins Land gegangen, die Saison 2011. Nach einer Pause von guten 3 Jahren habe ich endlich wieder eine sehr aktive und auch rennreiche Saison hinter mich gebracht. Alles in allem bin ich doch sehr zufrieden. Nach der Abstinenz musste sich erstmal wieder Erfahrung und auch Konstanz einstellen. Während ich früher immer viel damit zu kämpfen hatte, Runden wirklich fehlerfrei abzuspulen, habe ich zumindest früh im Jahr die Erkenntnis gelangt, dass mir das besser gelingt, als je zuvor. Zwar sind fehlerfrei Renndistanzen noch immer das oberste Ziel und auch noch immer nicht erreicht, aber die Fehler haben sich wenigstens dermaßen gelindert, dass die Zielflagge in vielen Fällen gesehen werden konnte. Es bleibt noch zu erwähnen, dass ich alle Rennen in diesem Jahr ausschließlich beim SimRacing Deutschland e.V. als aktives Vereinsmitglied gefahren bin.

Los ging es im Januar mit einem kleinen Cup, der mit den Fahrzeugen des PCC2007 ausgetragen wurde. Ich nahm ihn als Anlass, mich für auf die Preisgeldsaison in der Teamplay DSTM (Deutsche Simracing Tourenwagen Meisterschaft) vorzubereiten. So schaffte ich es die ersten 3 von 5 Veranstaltungen mit jeweils 2 Rennen mitzufahren und im Gesamtklassement den 10. Platz zu erreichen. Offensichtlich konnte ich dabei genug Eindruck hinterlassen, um von Rene Nospickel im Auftrag des RSSW motorsport Teams angefragt zu werden, ob ich nicht sein Teammitglied in der DSTM werden möchte. Da ich noch als Alleinkämpfer hätte antreten müssen, fiel mir die Zusage nicht schwer. Somit stand das Engagement und auch die Motivation für die kommende große Meisterschaft für 2011.

Die DSTM ist eine der zwei Premiumserien des SRD e.V. und mit einem Preisgeld von 1500 EUR dotiert. Wobei es Gewinnausschüttungen bis zu Platz 12 gibt. Mein Ziel war es, mich möglichst konstant in den Top 10 zu halten und schlussendlich auch in der Gesamtwertung zu platzieren. Im Verlauf der Saison musste ich allerdings nicht nur damit kämpfen, das Fahrzeug, sondern auch eine Vielzahl der Strecken kennenzulernen. Definitiv ein Handicap gegenüber den anderen Meisterschaftskonkurrenten, als auch meinem Teamkollegen. Da die DSTM schon in die zweite Saison ging, war natürlich ein Erfahrungsnachteil auf meiner Seite. Nichts desto trotz schaffte ich es, mich immer wieder in der Nähe oder gar in den Top 10 zu platzieren. Das beste Ergebnis fuhr ich im sechsten von 12 Läufen auf der Strecke von Toban, USA ein. Ein fünfter Platz und eine Menge Stolz nahm ich aus der Halbzeit der Saison mit. Leider musste ich im letzten Renndrittel einen Ausfall auf dem Norisring und eine Nicht-Teilnahme am Finallauf hinnehmen, so dass ich 10 der 12 Läufe bestritt und nur bei einem Lauf die Zielflagge nicht erreichte. Unter dem Strich verbuchte ich einen 11. Platz in der Gesamtfahrerwertung, was leider knapp am Saisonziel vorbei ist, aber in der Teamwertung haben wir einen soliden vierten Platz, der lange Zeit Ambitionen auf Platz 3 aufwies, einfahren können. Auch hier zwar knapp am Podium vorbei, aber sicherlich keine schlechte Platzierung.

Unerwartetes Highlight bildete für mich die Virtual Race of Champions (VROC), die eine offene Meisterschaft über 10 Rennen, großteils zu je 2 Läufen, umfasste. Ich bin mit der Intention an die Meisterschaft gegangen, die ersten Rennen auf jeden Fall mitzufahren, mich aber größtenteils auf die DSTM zu konzentrieren. Der Anfang war dabei so gestaltet, dass er direkt in der Sommerpause der DSTM stattfand, es also nicht zu Kollisionen mit der anderen Meisterschaft kam. Die Besonderheit der VROC liegt aber darin, dass jeder Rennabend mit anderen Mods und unterschiedlichsten Strecken gefahren wird. Angefangen bei BMW Minis, über Formel BMW und Ferrari Challenge bis hin zu Indycar, Nascar und schlussendlich der australischen V8 Serie war nahezu alles vertreten, was das Racerherz höher schlagen lässt.

Der Auftakt gelang mit überraschend nach Maß. Ein zweiter und sechster Platz am ersten Rennabend katapultierten mich tatsächlich an die Spitze der Wertung, die ich auch 3 Rennen lang genießen durfte. Erst zur Meisterschaftshalbzeit musste ich ein Rennen auslassen und sah mich dann auf dem dritten Platz wieder. Höhepunkt fahrerischer, aber auch tragischer Natur bildete für mich das fünfte Rennen auf dem Oval von Indianapolis mit den Indycar Fahrzeugen. Konnte ich in der Qualifikation meine erste Pole der Karriere herausfahren, lag Licht und Schatten dermaßen nah beieinander, dass ich durch einen Rechenfehler das Rennen kurz vor Schluss aufgrund von Spritmangel auf Platz 1 liegend aufgeben musste. Der Frust war groß, aber der Lerneffekt nicht minder gering. Im weiteren Verlauf habe ich an jedem Rennen teilgenommen, so dass ich an 9 von 10 Rennabenden anwesend war und hier – aus meiner Sicht – sensationell den dritten Platz in der Gesamtwertung halten konnte. Eine herausragend und denkwürdige Meisterschaft für mich, die ihren Abschluss in Bathurst mit den V8 Fahrzeugen fand. Ich schaffte es tatsächlich in beiden Läufen jeweils den dritten Platz einzufahren und somit zwei Mal auf dem Podium zu stehen und schlussendlich natürlich auch zwei Mal ein Interview geben zu dürfen.

Resümierend bin ich hoch zufrieden mit der Saison. Meine durchschnittliche Platzierung über alle Läufe liegt zwischen Platz 7 und 8 (7,52). Ich habe insgesamt über 4500 Runden in den diversen Fahrzeugen absolviert und schlussendlich an 22 Rennabenden mit insgesamt 32 Läufen teilgenommen, wobei ich 4 Läufe nicht beendet habe. Für das kommende Jahr will ich auf jeden Fall wieder im Tourenwagen bereich an den Start gehen und, wenn es zeitlich und logistisch passt, Erfahrungen in einem Langstreckencup sammeln.

Ich gehe nun zufrieden aus dem Simracing Jahr 2011 in den Jahreswechsel und bin natürlich hoch motiviert für das nächste Jahr. Speziellen dank möchte ich nochmals gesondert an Rene Nospickel loswerden, der mir immer wieder geduldig die Linien diverser Strecken gezeigt und mir Tipps gegeben hat. Im Gegenzug konnte ich ihm hoffentlich mit dem ein oder anderen Setup zu einer guten Platzierung verhelfen. Ich hoffe, dass unsere Arbeit auch in den kommenden Meisterschaften so gut weitergehen wird.

Unterstützung benötigt

Ich bin in meiner Simracing Karriere bekanntlichermaßen momentan an einen Punk angelangt, an dem ich einem Verein beigetreten bin. In diesem Verein bin ich momentan sehr zufrieden und genieße die Atmosphäre bei jedem Rennen und jedem Training. Doch wie es mit Vereinen so ist, ist auch ein Simracing Verein natürlich auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Dabei soll es allerdings in diesem Artikel nicht um Geld aus privater Hand gehen, sondern um eure Hilfe bei einer Aktion, die momentan von der Ing DiBa durchgeführt wird. Die Bank unterstützt nämlich 1000 Verein mit jeweils 1000 Euro. Natürlich hat sich der SimRacing Deutschland e.V. mit an der Aktion angemeldet und ist nun auf euer Voting angewiesen. Wenn ihr eure Stimme hinterlasst, könnt ihr dem Verein helfen, weiter zu bestehen. Lediglich die Bestätigungsmail muss abgewartet werden und der Link entsprechend geklickt werden.

Für eure Unterstützung wäre der Verein und ich persönlich mehr als dankbar. Hier nun der Link zur Aktion:

https://verein.ing-diba.de/sport/53840/simracing-deutschland-e-v

Review: Persönliches Finale der Teamplay DSTM

Teamplay DSTM LogoGestern stand der 11. von 12 Läufen der Teamplay DSTM auf der kurzen Variante des Nürgurgring an. Da ich am letzten Lauf nicht teilnehmen kann, war das also mein ganz persönliches Saisonfinale.  50 Runden Reifenquälerei standen auf dem Programm und die Reifen waren wirklich der Faktor, der über Erfolg und Misserfolg bestimmen sollte. Wer nicht pfleglich das Auto bewegte fühlte den Zeiteneinbruch schon nach guten 5 bis 6 Runden. Aber fangen wir von vorn an.

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SimKom: Zuschauerzahlen der Events zwischen dem 28.08. und 04.09.

SimKom.netSimKom hat soeben die Zuschauerzahlen der Übertragungen der letzten beiden Wochen, an denen Sie beteiligt sind, veröffentlicht. Natürlich fallen darunter auch die beiden Läufe des SimRacing Deutschland e.V. aus der Teamplay DSTM und Marien Apotheken DSFM. Wie SimKom schreibt, sind die Zahlen, verglichen zu früheren Rennen, eher mittelmäßig. So lag die Zuschauerzahl bei dem DSTM Rennen, an dem ich auch teilnahm bei 60 Zuschauern.

Die DSFM muss ein niedrigeren Wert ertragen, da sich hier 51 Zuschauer blicken ließen. Beachtlich sind allerdings die internationalen Zuschauerwerte:

18% aus England und den USA, 4% aus Lettland, je 3% aus den Niederlanden und Finnland, 2% aus Italien und je 1% aus Rumänien, Dänemark, Schweden, Spanien und Kroatien sind die Zahlen die beeindrucken sollten

Alle Zahlen der vergangenen 2 Wochen könnt ihr hier einsehen.