experienced Simracing

If you want to finish first, you have to finish first.

Teamplay DSTM – Lauf 3

Valencia Fight mit Lars KoberEine Woche ist mittlerweile vergangen seit dem dritten Lauf der Teamplay DSTM Meisterschaft des SimRacing Deutschland e.V. Eine Woche seit einem höchst anstrengenden Rennen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Eine Woche, um das Rennen zu rekapitulieren und mit Abstand noch einmal zusammenzufassen.

Qualifikation

Die Qualifikation ging trotz 25 minütiger Länge relativ schnell über die Bühne. Große Hoffnung setzte ich darauf, mit der umgebauten Bremse deutlich in der Top 10 qualifiziert zu sein. Leider stellte sich noch während der vorher gehenden Trainingssession heraus, dass die Umstellung und Gewöhnung an das neue Bremsgefühl noch nicht abgeschlossen war. Deutlich machte das, dass ich immer wieder neue persönliche Bestzeiten setzen konnte. Die persönlich beste Zeit erlangte ich dann auch in der Qualifkation selber, stellte das Fahrzeug dennoch “nur” auf die 11. Position. Die Erwartung wurde zwar nicht erfüllt, aber die Zuversicht gewonnen, in den kommenden Rennen eine bessere Gewöhnung an Fahrzeug und Pedalerie gewinnen zu können. Auch die Aussicht auf ein Top 10 Rennergebnis war nach wie vor gegeben.

Rennen

Das Ziel war wieder klar: mindestens P10 einfahren, alles im einstelligen Bereich ist Zugabe. Der Start verlief wieder recht gut, nach den ersten Kurven konnte ich direkt 2 Positionen gut machen und führte dann einen langen Zweikampf gegen Lars Kober (erneut). Während ich es über 5 oder 6 Runden schaffte, ihnen meine Heckklappe sehen zu lassen, konnte er sich dann doch durch einen kleinen Verbremser meinerseits vorbeimogeln. Interessanterweise zog er dann auf einen Abstand von 2 bis 3 Sekunden weg, der dann konstant gehalten wurde. Erneut zeigte sich, dass meine Reifen etwas schneller abbauten, als die der Konkurrenz.

Valencia CurbIm weiteren Rennverlauf fuhr ich dann direkt und indirekt gegen Ulf Truschkat. Nach dem ersten Stop jedoch war es ein erneuter Zweikampf gegen Lars Kober, der den Auftakt zum zweiten Stint bildete. Da ich jedoch von Anbeginn hinter ihm war, zeichnete sich nur ab, dass ich ihm erneut über 5 Runden von hinten Druck machen konnte und er sich dann erneut absetzte. Im Verlauf des zweiten Stints ergab sich dann auch ein weiteres Vorankommen im Feld. Zwischenzeitlich auf P6 liegend, schob ich mich sogar an Teamkollege Rene Nospickel vorbei. Durch einen Zwischenfall mit einem zu überrundenden Fahrer kam allerdings Rene an mir vorbei und blieb konstant in einem Abstand von 1.5 bis 2 Sekunden.

So blieb es aber nur bis zum zweiten und letzten Boxenstop. Im dritten Stint zündete Rene seinen Turbo und fuhr mir bis auf einen Abstand von gut 13 Sekunden davon. Nach hinten hatte ich Luft von über 25 Sekunden. Bis zum Rennende sollte nicht mehr viel passieren. Die Positionen schienen besetzt und Platztäusche waren nicht mehr möglich. Bis zur vorletzten Runde. Rene lag komfortabel mit +4 Sekunden vor mir, seinerseits vor ihm platziert war Ulf Truschkat. Jener Fahrer vom Team DTMR bog allerdings überraschenderweise in die Box ab. 2 Runden vor Schluss kam ich somit von P9 noch auf P8 vor. Als Ulf aus der Box kam, hatte ich einen Vorsprung von gut 8 Sekunden auf ihn und es war klar, dass bei fehlerfreier Fahrt er den Abstand nicht genügend verringern könnte.

Fazit

Am Ende war es ein gutes Teamergebnis mit Rene Nospickel auf P7 und ich auf P8. Ganz zufrieden bin ich allerdings nicht, da ich ohne den Vorfall beim Überrunden einen Platz weiter vorn hätte stehen können. Wichtiger allerdings war das Fazit, dass ich am Ende schließen konnte. Mehr war nicht drin. Ich habe über das gesamte Rennen sehr viel Konzentration aufbringen müssen, da aufgrund der Streckencharakteristik und Setup das Auto mitunter recht unruhig lag. Alles in allem war ich hinterher fix und fertig und gleichzeitig froh, das Rennen hinter mich gebracht zu haben. Zufrieden bin ich auch mit einer relativ geringen Zahl an Fehlern, die mir unterlaufen sind. Alles in allem bin ich zuversichtlich für die kommenden Rennen.

Weiter geht es erst in 3 Wochen auf der Strecke von Laguna Seca. Sicherlich auch eine Strecke, die viel Konzentration benötigen wird.

vracingDisplay – Simracing Display für Android

Nachdem ich sin:speed für iOS schon vorstellte, habe ich gerade bei VirtualR gelesen, dass es nun auch eine App für Android gibt.

vracingDisplayPRO unterstützt momentan rFactor und ist für 4 Euro zu haben. Wer es testen möchte, kann dies natürlich kostenfrei tun. Lest aber dafür die Anleitung auf der offiziellen Homepage von Gniewko Ostrowski, denn die App ist nicht trivialer Weise aus dem Android Market herunterladbar.

Ein Video, wie das Display ausschaut gibt es natürlich auch:

Saison 2011 ein Fazit

Da ist sie nun ins Land gegangen, die Saison 2011. Nach einer Pause von guten 3 Jahren habe ich endlich wieder eine sehr aktive und auch rennreiche Saison hinter mich gebracht. Alles in allem bin ich doch sehr zufrieden. Nach der Abstinenz musste sich erstmal wieder Erfahrung und auch Konstanz einstellen. Während ich früher immer viel damit zu kämpfen hatte, Runden wirklich fehlerfrei abzuspulen, habe ich zumindest früh im Jahr die Erkenntnis gelangt, dass mir das besser gelingt, als je zuvor. Zwar sind fehlerfrei Renndistanzen noch immer das oberste Ziel und auch noch immer nicht erreicht, aber die Fehler haben sich wenigstens dermaßen gelindert, dass die Zielflagge in vielen Fällen gesehen werden konnte. Es bleibt noch zu erwähnen, dass ich alle Rennen in diesem Jahr ausschließlich beim SimRacing Deutschland e.V. als aktives Vereinsmitglied gefahren bin.

Los ging es im Januar mit einem kleinen Cup, der mit den Fahrzeugen des PCC2007 ausgetragen wurde. Ich nahm ihn als Anlass, mich für auf die Preisgeldsaison in der Teamplay DSTM (Deutsche Simracing Tourenwagen Meisterschaft) vorzubereiten. So schaffte ich es die ersten 3 von 5 Veranstaltungen mit jeweils 2 Rennen mitzufahren und im Gesamtklassement den 10. Platz zu erreichen. Offensichtlich konnte ich dabei genug Eindruck hinterlassen, um von Rene Nospickel im Auftrag des RSSW motorsport Teams angefragt zu werden, ob ich nicht sein Teammitglied in der DSTM werden möchte. Da ich noch als Alleinkämpfer hätte antreten müssen, fiel mir die Zusage nicht schwer. Somit stand das Engagement und auch die Motivation für die kommende große Meisterschaft für 2011.

Die DSTM ist eine der zwei Premiumserien des SRD e.V. und mit einem Preisgeld von 1500 EUR dotiert. Wobei es Gewinnausschüttungen bis zu Platz 12 gibt. Mein Ziel war es, mich möglichst konstant in den Top 10 zu halten und schlussendlich auch in der Gesamtwertung zu platzieren. Im Verlauf der Saison musste ich allerdings nicht nur damit kämpfen, das Fahrzeug, sondern auch eine Vielzahl der Strecken kennenzulernen. Definitiv ein Handicap gegenüber den anderen Meisterschaftskonkurrenten, als auch meinem Teamkollegen. Da die DSTM schon in die zweite Saison ging, war natürlich ein Erfahrungsnachteil auf meiner Seite. Nichts desto trotz schaffte ich es, mich immer wieder in der Nähe oder gar in den Top 10 zu platzieren. Das beste Ergebnis fuhr ich im sechsten von 12 Läufen auf der Strecke von Toban, USA ein. Ein fünfter Platz und eine Menge Stolz nahm ich aus der Halbzeit der Saison mit. Leider musste ich im letzten Renndrittel einen Ausfall auf dem Norisring und eine Nicht-Teilnahme am Finallauf hinnehmen, so dass ich 10 der 12 Läufe bestritt und nur bei einem Lauf die Zielflagge nicht erreichte. Unter dem Strich verbuchte ich einen 11. Platz in der Gesamtfahrerwertung, was leider knapp am Saisonziel vorbei ist, aber in der Teamwertung haben wir einen soliden vierten Platz, der lange Zeit Ambitionen auf Platz 3 aufwies, einfahren können. Auch hier zwar knapp am Podium vorbei, aber sicherlich keine schlechte Platzierung.

Unerwartetes Highlight bildete für mich die Virtual Race of Champions (VROC), die eine offene Meisterschaft über 10 Rennen, großteils zu je 2 Läufen, umfasste. Ich bin mit der Intention an die Meisterschaft gegangen, die ersten Rennen auf jeden Fall mitzufahren, mich aber größtenteils auf die DSTM zu konzentrieren. Der Anfang war dabei so gestaltet, dass er direkt in der Sommerpause der DSTM stattfand, es also nicht zu Kollisionen mit der anderen Meisterschaft kam. Die Besonderheit der VROC liegt aber darin, dass jeder Rennabend mit anderen Mods und unterschiedlichsten Strecken gefahren wird. Angefangen bei BMW Minis, über Formel BMW und Ferrari Challenge bis hin zu Indycar, Nascar und schlussendlich der australischen V8 Serie war nahezu alles vertreten, was das Racerherz höher schlagen lässt.

Der Auftakt gelang mit überraschend nach Maß. Ein zweiter und sechster Platz am ersten Rennabend katapultierten mich tatsächlich an die Spitze der Wertung, die ich auch 3 Rennen lang genießen durfte. Erst zur Meisterschaftshalbzeit musste ich ein Rennen auslassen und sah mich dann auf dem dritten Platz wieder. Höhepunkt fahrerischer, aber auch tragischer Natur bildete für mich das fünfte Rennen auf dem Oval von Indianapolis mit den Indycar Fahrzeugen. Konnte ich in der Qualifikation meine erste Pole der Karriere herausfahren, lag Licht und Schatten dermaßen nah beieinander, dass ich durch einen Rechenfehler das Rennen kurz vor Schluss aufgrund von Spritmangel auf Platz 1 liegend aufgeben musste. Der Frust war groß, aber der Lerneffekt nicht minder gering. Im weiteren Verlauf habe ich an jedem Rennen teilgenommen, so dass ich an 9 von 10 Rennabenden anwesend war und hier – aus meiner Sicht – sensationell den dritten Platz in der Gesamtwertung halten konnte. Eine herausragend und denkwürdige Meisterschaft für mich, die ihren Abschluss in Bathurst mit den V8 Fahrzeugen fand. Ich schaffte es tatsächlich in beiden Läufen jeweils den dritten Platz einzufahren und somit zwei Mal auf dem Podium zu stehen und schlussendlich natürlich auch zwei Mal ein Interview geben zu dürfen.

Resümierend bin ich hoch zufrieden mit der Saison. Meine durchschnittliche Platzierung über alle Läufe liegt zwischen Platz 7 und 8 (7,52). Ich habe insgesamt über 4500 Runden in den diversen Fahrzeugen absolviert und schlussendlich an 22 Rennabenden mit insgesamt 32 Läufen teilgenommen, wobei ich 4 Läufe nicht beendet habe. Für das kommende Jahr will ich auf jeden Fall wieder im Tourenwagen bereich an den Start gehen und, wenn es zeitlich und logistisch passt, Erfahrungen in einem Langstreckencup sammeln.

Ich gehe nun zufrieden aus dem Simracing Jahr 2011 in den Jahreswechsel und bin natürlich hoch motiviert für das nächste Jahr. Speziellen dank möchte ich nochmals gesondert an Rene Nospickel loswerden, der mir immer wieder geduldig die Linien diverser Strecken gezeigt und mir Tipps gegeben hat. Im Gegenzug konnte ich ihm hoffentlich mit dem ein oder anderen Setup zu einer guten Platzierung verhelfen. Ich hoffe, dass unsere Arbeit auch in den kommenden Meisterschaften so gut weitergehen wird.

Review: Persönliches Finale der Teamplay DSTM

Teamplay DSTM LogoGestern stand der 11. von 12 Läufen der Teamplay DSTM auf der kurzen Variante des Nürgurgring an. Da ich am letzten Lauf nicht teilnehmen kann, war das also mein ganz persönliches Saisonfinale.  50 Runden Reifenquälerei standen auf dem Programm und die Reifen waren wirklich der Faktor, der über Erfolg und Misserfolg bestimmen sollte. Wer nicht pfleglich das Auto bewegte fühlte den Zeiteneinbruch schon nach guten 5 bis 6 Runden. Aber fangen wir von vorn an.

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rFactor – The Movie

Ja ganz recht gelesen: “rFactor – The Movie” wird ein Film, dessen Szenen komplett aus rFactor Material bestehen. Dabei soll der Film nicht nur eine Aneinander-Reihung diverser rFactor Mods und durchaus actionreichen Szenen setzen. Nein, es geht tatsächlich darüber hinaus und soll eine echte Hintergrundstory erhalten.

Der Film soll in Ungarisch veröffentlicht, allerdings mit englischen Untertiteln versehen werden. Laut Beschreibung zum Trailer, soll der Film 2012 der Community gezeigt werden. VirtualR verrät, dass er im ersten Quartal 2012 auf  SimSportTV zu sehen sein wird.

Hier ein sehr gut gemachter Appetit-Anreger:

Zweikampf J. Smit vs. P. Osburg vom 10. Lauf der Teamplay DSTM

Jermaine Smit hat ein Video zusammengeschnitten, in dem noch der sehr spannenden und äußerst faire Zweikampf zwischen ihm und mir dargestellt ist. Das Video hat eine Länge von über 8min und endet kurz vor meinem erfolgreichen Überholen. Ob das die Intention von Jermaine war, keine Ahnung. :)

Auf jeden Fall haben die Zweikämpfe mit ihm im Rennverlauf äußerst Spaß gemacht und auch eine Menge Adrenalin im Körper verteilt. Überzeugt euch selbst:

Ein gutes Setup bringt dir Zehntel …

In the pits… ein guter Fahrer ganze Sekunden!

Wenn man ins Simracing einsteigt sind die Erwartungshaltungen oftmals gering. Man weiß, dass man nicht zwangsläufig gleich der Schnellste sein kann, man weiß, dass man nicht unbedingt der Schumi oder Vettel der virtuellen Welt sein wird und man weiß auch, dass man viel Trainingszeit investieren muss. Mir ging es da überhaupt nicht anders. Wenn ich aktuell auf die Strecke gehe, ist mein Ziel nach wie vor die Top 10 zu erreichen. Sicherlich will ich meinen ersten Sieg einfahren und genauso sehr hoffe ich auch, meine “geholte Pole-Positions”-Statistik auffrischen zu können. Aber ich gebe mich auch keinen Illusionen hin: Ich kann nicht Zeit investieren, als wäre ich 24/7 nur für den Simracing Sport vorhanden.

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Teilnahmen 2011

Teamplay DSTM EinsatzfahrzeugDas Simracing Jahr 2011 ist zwar schon fast in seinem letzten Drittel, aber ein kleiner Rückblick sei mir dennoch erlaubt. Immerhin betrat ich in diesem Jahr die Simracing-Szene wieder verstärkter. Nachdem ich 2007 das virtuelle Fahren auf Eis legen musste und erst Ende 2010 genügend Enthusiasmus vorhanden war, bin ich 2011 Mitglied des SimRacing Deutschland e.V. geworden. Unter der Prämisse, mein Engagement im Tourenwagenbereich auszubauen interessierte ich mich von Beginn an sehr stark für die Teamplay DSTM, der Deutschen Simracing Tourenwagen Meisterschaft.

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